Mehr als Kühlung

Effektive Kühlmöglichkeiten für die Laserbearbeitung

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Optimierte Laserkühlung durch Regelung und Vernetzung

Die wenigsten Laserprozesse benötigen einen durchgehend aktivierten Laserstrahl. Stattdessen wird der Laser häufig in extrem schneller Taktung an- und ausgeschaltet – beispielsweise wenn es um die Perforation geht, bei der Laserstrahlen in kurzen Abständen mikroskopisch kleine Löcher im Werkstück erzeugen. Das sei eine Herausforderung für den Kühlprozess, weil es durch die variierende Wärmelast, die in das System eingebracht wird, zu einer periodischen Schwankung der Kühlwassertemperatur kommen könne, die sich Pulsung nennt. Wird diese nicht kontrolliert, und es tritt beispielsweise eine zu schnelle Pulsung auf, entsteht ein ungleichmäßiges Temperaturprofil im Kühlwassersystem, so Technotrans.

Die möglichen Folgen sind eine unzureichende Prozessqualität, mangelhafte Reproduzierbarkeit und Schäden an den Bauteilen. Technotrans begegne diesem Problem mit einer dynamischen Regelungstechnik und dem Einsatz drehzahlgeregelter Verdichter, die die benötigte Kälteleistung in hoher Geschwindigkeit regulieren können. Das garantiere stabile Prozessbedingungen und Energieeffizienz. „Wir rufen dabei immer nur die Kälteleistung ab, die in dem Moment tatsächlich benötigt wird. Das ermöglicht im Vergleich zu üblichen Kühlmethoden Energieeinsparungen bis 30 Prozent“, betont Gdanitz.

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Mit Blick auf die Zukunft von Laseranwendungen kristallisiere sich eines bereits heute eindeutig heraus: Die Komplexität im Laserbearbeitungssektor nimmt weiter zu. Damit steigen auch die individuellen Anforderungen an das Thermomanagement beim Arbeiten mit dem Laser. Gdanitz führt weiter aus: „Die Nachfrage nach kundenindividuellen Systemen überwiegt im Vergleich zu Standardvarianten bereits heute – Tendenz steigend.“ Ein anhaltender Trend sei etwa die Systemintegration. Anwender wünschen sich nämlich häufig nicht nur eine physikalische Anpassung des Kühlsystems durch die Konfiguration von Kühlkreisen und Zusatzfunktionen. Vielmehr gehe es um die Kommunikation und den Datenaustausch mehrerer Geräte im Prozess. Das erreicht Technotrans durch eine datentechnische Vernetzung der Geräte mit dem Gesamtsystem. Durch die Ausstattung der Kühlsysteme mit modernen Steuerungseinheiten garantiere das, dass sämtliche Prozessdaten der Kühlung, beispielsweise die Vor- und Rücklauftemperatur oder Volumenströme, jederzeit am Gerät oder remote visualisiert und angepasst werden könnten. Der Kühlprozess bei der Laserbearbeitung wird dadurch transparent und kontrollierbar. Das ist insbesondere hilfreich für die Bereiche Fehleranalyse, Optimierung und Dokumentation.

Kühlsysteme unterstützen die Halbleiterherstellung

Darüber hinaus werden Zukunftstechnologien nach Ansicht von Technotrans schon bald eine größere Rolle einnehmen, was etwa spezielle Hightech-Laser in der Halbleiterproduktion betrifft. Auf diesem Gebiet unterstützen die Spezialisten innovative Anwendungen, die es mittels lithografischer Verfahren ermöglichen, die Produktionsgeschwindigkeit bei der Chipherstellung beziehungsweise dem bearbeiteten Halbleiter-Ausgangsmaterial (Wafer) zu steigern. Speziell auf diese Anwendung hin entwickelte und präzise abgestimmte Temperiersysteme sind auch in diesem Bereich eine Grundvoraussetzung für den Erfolg.

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