Spanninnovation Ein smartes Leichtbau-CFK-Spannfutter zeigt Feingefühl

Redakteur: Peter Königsreuther

Die Leichtbau-BW präsentiert im Rahmen ihres monatlichen Thinking für den September das besondere Spannfutter Torok-CFK-IQ von Hainbuch, das auch Digitalisierungsvorhaben unterstützt.

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Der Thinking im September beschert uns dieses intelligente Leichtbau-Spannfutter mit Komponenten aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK), das Hainbuch entwickelt hat. Es nennt sich Torok-CFK-IQ.
Der Thinking im September beschert uns dieses intelligente Leichtbau-Spannfutter mit Komponenten aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK), das Hainbuch entwickelt hat. Es nennt sich Torok-CFK-IQ.
(Bild: Hainbuch)

Spannend, dynamisch und leicht – aber (bitte) mit viel Gefühl! Was wie Attribute für einen Film für einen lauen Sommerabend klingt, beschreibt ebenso zutreffend den Kern der Innovation des Thinking im September. Genauer gesagt, geht es um das intelligente Leichtbau-Spannfutter Torok-CFK-IQ des Spanntechnikspezialisten Hainbuch aus Marbach am Neckar, das nach Meinung der Jury die Aspekte des Leichtbaus in idealer Weise nutze. Es ergänzt nämlich die Vorteile der Gewichtreduzierung mit einer ausgeklügelten Sensorik, um die Produktion beim Anwender zu optimieren und gleichzeitig für die Digitalisierung fit zu machen.

Leichtbau im Spannfutter reduziert Stückkosten

Manchmal muss man einfach dranbleiben, fasst Attilio Mandarello,Teamleiter F&E bei Hainbuch, den Erfolg zusammen. „Mit der Entwicklung des Leichtbau-Spannfutters haben wir vor etwa zehn Jahren begonnen und es in dieser Zeit schrittweise kontinuierlich weitergedacht und optimiert“, sagt Mandarello.

Auch wenn das Potenzial der Entwicklung noch nicht vollkommen ausgeschöpft sei, habe das Unternehmen mit dem Torok-CFK-IQ schon jetzt ein Produkt im Portfolio, das dem Anwender bereits einen deutlichen Mehrwert bietet und deshalb den Thinking erhält.

Das CFK-Spannfutter bringt nämlich rund 70 Prozent weniger Gewicht auf die Waage als eine vergleichbare Stahlausführung. Hinzu kommt noch die Sensorik. Beides zusammen wirkt reduzierend auf die Stückkosten der Teile aus, die unter dem festen Griff des Systems gefertigt werden.

Hochdynamisch trotz geringem Energiebedarf

Das Leichtbau-CFK-Spannfutter ist in einer hybriden Bauweise aus Aluminium, carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) und Stahl ausgeführt. Wichtig für die Qualität ist die hohe Fertigungstiefe. „Alle CFK-Bauteile, die wir in unseren Spannfuttern verbauen, sind aus unserer eigenen Fertigung und aus unserer CFK-Manufaktur“, betont der F&E-Teamleiter.

Das CFK-Spannfutter sei etwas teurer als ein Standardspannfutter, mache sich aber durch die oben genannten Effekte auch rasch bezahlt. Mit 50 Prozent Mehrpreis ohne und etwa dem doppelten Preis mit integrierter Sensorik müsse man aber rechnen. Doch das lohnt sich, wenn beim Zerspanen eine hohe Dynamik gefordert ist, oder die zu bewegende Masse so gering wie möglich gehalten werden muss. Aufgrund der relativ geringen Massenträgheit des Spannsystems kann das Werkstück schneller beschleunigt oder abgebremst werden. Und schon eine um weniger als eine Sekunde verkürzte Bearbeitungszeit kann mit Blick auf die Jahresproduktion von mehreren hunderttausend Teilen viel bewirken, macht Mandarello klar.

Ist die zu bewegende insgesamte Masse wegen des Leichtbau-Spannfutters niedriger, wirkt sich das aber nicht nur bei jedem Bewegungszyklus positiv aus, sondern auch auf den Gesamtenergiebedarf der Maschinen, Roboter und möglicher Automatisierungs- und Handhabungssysteme, weil sie kleiner und damit energiesparender sowie materialeffizienter sein dürfen und damit günstiger.

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