Holzbearbeitung Ein uralter Werkstoff bleibt fit für moderne Zeiten

Autor / Redakteur: Peter Königsreuther / Peter Königsreuther

Die Ligna ist die maßgebende Messe für die Holzwirtschaft und die verarbeitende Industrie dahinter. Spezialfirmen, aber auch mehr aus dem Metallbereich bekannte und dort etablierte Maschinenbauer präsentieren alle zwei Jahre in Hannover ihr Know-how im Rahmen dieser Messe. Von der Forstwirtschaft, die heute schon Drohnen nutzt, bis hin zum fertigen Designermöbel spannt die Ligna dabei den Informationsbogen. Nicht nur in Hannover wird aber deutlich, dass einer der ältesten Werkstoffe der Welt die heute existierende Industrie zu Neuem inspiriert.

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Gleich geht`s rund: Roboter sorgen im Holzbau heute nicht nur für „Hochstapeleien“, sondern bringen dem Werkstoff für die Möbel- oder Baubranche sowie den Kunstsektor komplexe Formen bei.
Gleich geht`s rund: Roboter sorgen im Holzbau heute nicht nur für „Hochstapeleien“, sondern bringen dem Werkstoff für die Möbel- oder Baubranche sowie den Kunstsektor komplexe Formen bei.
(Bild: Kuka)

Denkt man als Normalbürger über den Werkstoff Holz und seine Verarbeitung nach, kommen einem auf Anhieb vor allem die Bilder US-amerikanischer, markiger Kerle mit Axt und Zweimannsäge, flachem Aluminiumschutzhelm und dem Ruf „Timber“ auf den bartstoppelumkränzten Lippen in den Sinn. Spinnt man den Gedanken weiter, dann reicht die Vorstellungskraft vielleicht noch für ein typisches Sägewerk am Rande einer Landstraße, das aus der Ernte der Axt- und Sägeschwinger nun die ersten Halbzeuge in Form von Balken und Brettern fabriziert.

Unser nächster Erinnerungsabschnitt in Sachen Holz dürfte dann unweigerlich zur kleinen Möbelschreinerei à la Meister Eder & Co führen, wo mit Stemmeisen, Drechselbank und Hobel sowie etwas Weißleim aus den Halbzeugen ansprechend nützliche Zimmermöbel entstehen, die zum Abschluss noch mit einer dekorativ-schützenden Lackschicht überzogen werden.

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Das alles ist zwar durchaus noch der Realität entsprechend. Aber die Berichte von der letzten Ligna sowie aus dem Fachbereich Holzbearbeitungsmaschinen im VDMA und vieler anderer namhafter Experten aus dem Holzsektor belegen es: In einer Zeit, die nach Ressourcenschonung und nachwachsenden Rohstoffen ruft, bleibt das Holz ein wichtiger Werkstoff, es segelt auf solidem Wachstumskurs und ist dem Trend zu Industrie 4.0 und der Massenfertigung per Roboter gewachsen. Und so dürfte es den Weg in die Zukunft leicht mitmachen.

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