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Barlog Plastics auf der Fakuma 2018 Emissionsarmes POM wertet Innenleben im Autocockpit auf

Redakteur: Peter Königsreuther

Die neue POM-Produktgruppe Kebaform XFA von Barlog Plastics weise außer sehr guten mechanischen Eigenschaften eine hohe thermische Stabilität auf. Die ebenso emissionsarmen POM-Kunststoffe eignen sich, wie es weiter heißt, auch besonders für den Einsatz in der Automobilindustrie.

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Barlog Plastics optimiert, wie es heißt, POM-Kunststoffe für Einsatz im Fahrzeuginnenraum. Auf der Fakuma 2018 präsentiere der Hersteller mit Kebaform XFA nun seine besonders robusten POM-Copolymer-Typen. Hier ein Einsatzbeispiel: Automobilinterieur Rinspeed Etos. Halle A3 am Stand 3209.
Barlog Plastics optimiert, wie es heißt, POM-Kunststoffe für Einsatz im Fahrzeuginnenraum. Auf der Fakuma 2018 präsentiere der Hersteller mit Kebaform XFA nun seine besonders robusten POM-Copolymer-Typen. Hier ein Einsatzbeispiel: Automobilinterieur Rinspeed Etos. Halle A3 am Stand 3209.
(Bild: Rinspeed / Dingo Photo)

Polyoxymethylen, Polyacetal oder Polyformaldehyd, kurz POM, zeichnet sich durch ein hervorragendes mechanisches Verhalten, gute Gleit- beziehungsweise Reibeigenschaften und eine hohe Medienbeständigkeit aus. Oft werden daraus deshalb Zahnräder und Steuerkulissen für mechanisch bewegte Systeme gefertigt. Unter Werkstoffspezialisten sei dieser technische Kunststoff deshalb schon lange als Allroundtalent in der Automobilwelt bekannt, insbesondere für den Einsatz im Fahrzeuginnenraum. Ob als Zahnrad, Gleitelement, Griff, Schalter, Abdeckung oder Gehäuse, POM zähle in diesem Bereich als idealer Kunststoff. Das einziges Manko, das POM bisher zu verbuchen hatte war das Problem, dass der Werkstoff, setzt man ihn Temperaturen oberhalb der empfohlenen Richtwerte aus, während oder nach seiner Verarbeitung erhöhte Formaldehyd-Emissionen als Abbauprodukt absonderte, merkt Barlog Plastics an.

Minimale Formaldehyd-Ausgasung

Der Einsatz von Funktionsteilen im Fahrzeuginnenraum stelle außerdem hohe Anforderungen an die verwendeten Materialien – dazu zählen zwar auch wachsende Ansprüche an Festigkeit, Zähigkeit, Dimensionsstabilität und Verschleißeigenschaften, doch zunehmend legten die OEMs Wert auf ein günstiges Emissionsverhalten. „Barlog Plastics, als Spezialist für spezielle Kunststoffe, hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, diese Emissionen weitestgehend zu reduzieren und die POM-Kunststoffe im Hinblick auf ihre Schwachstelle Temperaturempfindlichkeit zu optimieren“, informiert Robert Konnerth, Produktmanager Kebaform XFA bei der Barlog Plastics GmbH. Auf der Messe werde man mit Kebaform XFA eine Produktgruppe vorstellen, die aufgrund einer speziellen Werkstoffrezeptur, einem verbesserten Stabilisatorsystem, optimierten Endgruppen und einer darauf abgestimmten Verfahrenstechnik die Formaldehyd-Emissionswerte auf ein Minimum reduzierten.

Geringe Emissionen auch unter ungünstigen Verarbeitungsbedingungen

Kebaform XFA ist thermisch sehr stabil und erfüllt auch dabei die steigenden Anforderungen der Automobilindustrie, heißt es. Es eigne sich insbesondere für mechanisch belastete Funktionsteile im Automobilinnenraum mit geringen Emissionsgrenzwerten. Das Kebaform-XFA-Basissortiment umfasst unverstärkte POM-Copolymer-Typen mit unterschiedlichen Viskositäten (MFR: 6,5 bis 45 g pro 10 min) sowie schlagzähe und UV-stabilisierte Typen. Dabei könne Barlog Plastics auch auf spezielle Kundenanforderungen eingehen.

Egal ob naturfarben, eingefärbt oder funktional modifiziert – Kebaform XFA soll sehr unempfindlich auf die Verarbeitungsmodalitäten reagieren und erfülle damit aktuelle Formaldehydgrenzwerte, auch bei ungünstigen Verarbeitungsbedingungen (etwa Temperaturen bis 220°C, bei einer Verweildauer von mehreren Minuten). So wird beispielsweise die Kundenspezifikation von maximal 2,0 ppm (mg/kg) gemäß VDA 275 erfüllt, heißt es weiter.

Barlog versteht sich auch auf LSR:

Weniger Emissionen heißt auch weniger Ablagerungen im Spritzgießwerkzeug

Speziell bei Kunststoffteilen im Sichtbereich des Automobilinnenraums soll sich diese Eigenschaft bewähren, weil die Einfärbung von Bauteilen aus Kebaform XFA passend zum restlichen Interieur problemlos möglich sei. Auch die Anforderungen an das Geruchsverhalten gemäß VDA 270 werden bei diesem POM erfüllt, betont Barlog Plastics.

Laut Hersteller führt das Material reduziert das Material den Wartungsaufwand, weil sich weniger Ablagerungen auf der Spritzgusswerkzeugoberfläche bilden. Es bietet außer der deutlichen Emissionsreduzierung folglich auch das Potenzial zur Produktivitätssteigerung im Gesamtprozess. Interne Versuche sollen offenbart haben, dass der Reinigungsaufwand bei normalen Verarbeitungsbedingungen im Vergleich zu herkömmlichem POM, um das 1,5-fache reduziert werden könne.

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