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Globalisierung verlangt flexible Prozessauslegung
Die neue, schnelle Hochleistungsmaschine NBH 5 von Hüller Hille sei dabei mit ihren 2,5 s Werkzeugwechselzeit, 90 m/min Eilgang und 10 m/s² Beschleunigung ein Kandidat für die anspruchsvolleren Aufgaben. Die ebenfalls neue NBH P bringt auch alle Qualitätsmerkmale einer echten NBH mit, ist jedoch als Standard-Bearbeitungszentrum kostenoptimal konfiguriert. „Eine zentrale Herausforderung stellt weiterhin die Globalisierung dar: Wer es schafft, Maschinen und Prozesse so flexibel auszulegen, dass sie zu den lokalen Gegebenheiten passen, der kann sowohl bei global operierenden Kunden als auch lokal in den einzelnen Märkten punkten. Die Anforderungen an Präzision und Genauigkeit werden vor allem in den Wachstumsmärkten weiter steigen. Gleichzeitig muss die einfache Bedienbarkeit und Wartung unter unterschiedlichen Voraussetzungen gewährleistet sein“, so Winterstein weiter.
Auch die Emag Holding erwartet eine Weiterentwicklung des Megatrends der automatisierten Fertigung. „Treibende Kraft hinter dieser Entwicklung ist zum einen das Thema Industrie 4.0, das entsprechende Automationslösungen fordert, und zum anderen die Entwicklung der Wirtschaft in den Schwellenländern, allen voran China, die zunehmend auf automatisierte Fertigung setzen“, erklärt Markus Isgro, Marketing- und Kommunikationsreferent Emag. Ganz im Sinne des Trends zur automatisierten Fertigung präsentiert Emag das neue Track-Motion-Automationssystem für die Verkettung der modularen Maschinen von Emag, die sich seit ihrer Einführung 2012 als erfolgreiches Produkt etabliert haben. Viele Kunden nutzen die einfachen Verkettungsmöglichkeiten dank integrierter Pick-up-Automation. So könne eine mehrspindlige Fertigung auf Einzelmaschinen umgesetzt werden, was mit dem neuen Automationssystem nochmal deutlich vereinfacht werden soll.
In immer kürzeren Intervallen kommen neue Werkstückstoffe auf den Markt
Ganz anderen Herausforderungen gegenüber sehen sich die Werkzeughersteller. „Eines der zentralen Themen wird bei vielen Werkzeugherstellern die zielgerichtete Kühlmittelzuführung sein. Hier hat Iscar bereits seit vielen Jahren die Vorreiterrolle inne. Diese Technologie kommt bei uns standardmäßig in den meisten Werkzeuglösungen zum Einsatz“, sagt Erich Timons, CTO und Mitglied der Geschäftsleitung bei der Iscar Germany GmbH. Der Hersteller hat allein 2015 bereits knapp 40 Neuvorstellungen am Markt eingeführt und natürlich gibt es auch auf der EMO die ein oder andere Premiere. Dabei liegt der Fokus auf der Verwendung neuer Geometrien, Schneidstoffe und Beschichtungen in allen Bereichen der Zerspanung. Iscar zeigt beispielsweise den Eckfräser Heliiqmill 390. „Wir stellen fest, dass in immer kürzeren Zyklen neue Werkstückstoffe in die Märkte eingeführt werden. Dies stellt insbesondere an die Werkzeugbranche hohe Anforderungen, was die Entwicklungsgeschwindigkeit und letztlich auch die Kreativität angeht“, so Timons weiter.
Hohe Anforderungen sieht auch LMT Tools im Bereich der Werkzeuge. „Die Werkzeugentwicklungen der LMT Tools sind weiterhin ausgerichtet auf den Kundennutzen. Das betrifft die Kriterien der Prozesssicherheit, der Produktivitätssteigerung und der Standzeiterhöhung“, sagt Uwe Kretzschmann, Bereichsleiter F&E LMT Tools. Zum Lösungsweg gehören innovative Lösungen, die sich zum Beispiel beim Hochschubfräsen durch ein gesteigertes Zeitspanvolumen auszeichnen oder beim Verzahnen mit Speedcore-Wälzfräsen durch eine neue Hochtemperaturbeschichtung. Die neuen VHM-Kugelfräser ermöglichen durch Anwendung einer ausgereiften Schleiftechnik und einer innovativen Beschichtung das Schlichten von 65 HRC mit hoher Standzeit. „Dem Trend der weiter steigenden Anforderungen der Bauteile wird von LMT Tools Rechnung getragen mit der weiteren Entwicklung von Werkzeugen und Prozessen für die Automotivebranche, den Werkzeug- und Formenbau, für den allgemeinen Maschinenbau und auch für die Großgetriebefertigung“, ergänzt Uwe Kretzschmann. MM
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