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Wasserstoff Energie aus Abwasser

Redakteur: Gary Huck

Je breiter die Basis für die Wasserstoffherstellung ist, desto wahrscheinlicher setzt sich der Energieträger durch. An der FH Münster wird an einem Verfahren mit Abwasser geforscht.

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Im Technikum der FH Münster in Steinfurt wird in den nächsten drei Jahren mit der dunklen Fermentation experimentiert.
Im Technikum der FH Münster in Steinfurt wird in den nächsten drei Jahren mit der dunklen Fermentation experimentiert.
(Bild: Frederik Tebbe - FH Münster)

Ein Team des Fachbereichs Energie, Gebäude, Umwelt der Fachhochschule Münster arbeitet an einem Forschungsprojekt zur Wasserstoffherstellung mit Abwässern und Biomasse. Im auf drei Jahre befristete Projekt „Hy Tech“ soll die dunkle Fermentation als Basis der Wasserstoffherstellung eingesetzt werden.

Dabei werden in einer zweistufigen Versuchsanlage organische Materialien von Mikroorganismen unter Abwesenheit von Sauerstoff und Licht in Wasserstoff und flüchtige organische Säuren umgewandelt. Bereits vor dem Start des Projekts haben die Forscher Abwässer aus der Lebensmittelindustrie auf ihre Wasserstofftauglichkeit untersucht. Laut Dr. Elmar Brügging, Forschungsleiter von „Hy Tech“, ist stärke- oder zuckerhaltiges Abwasser besonders ertragreich.Bisher bliebe das weitgehend ungenutzt.

In den drei Jahren Forschungszeit sollen an zwei Anlagen unterschiedliche Prozessparameter und Reaktoren getestet werden. Dabei wolle man auch feststellen, ob der erzeugte Wasserstoff direkt in das Erdgasnetz eingespeist werden kann, oder ob dazu noch weitere Prozessschritte notwendig sind.

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