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Energiebedarf von Werkzeugmaschinen bestimmen

| Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Neben Genauigkeit, Oberflächengüte oder Bearbeitungsgeschwindigkeit rücken die Aspekte Energie- und Ressourcenverbrauch bei der Produktion vermehrt in den Fokus. Mit dem VDMA-Einheitsblatt 34179:2015-03 wurde eine Messvorschrift erarbeitet zur Bestimmung des Energie- und Medienbedarfs von Werkzeugmaschinen in der Serienfertigung.

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Weisser Rotationsdrehen.
Weisser Rotationsdrehen.
(Bild: J.G. WEISSER SÖHNE)

Werkzeugmaschinen sind Investitionsgüter. Einer Anschaffung geht deshalb ein Evaluierungsprozess voraus, bei dem viele Faktoren einbezogen werden müssen. Die Maschine muss allen Anforderungen genügen, die der Prozess stellt. Dazu gehören unter anderem Genauigkeit, Oberflächengüte oder Bearbeitungsgeschwindigkeit. Ebenso werden kaufmännische Kriterien wie Anschaffungskosten und Lieferzeit, sowie Rahmenbedingungen, zum Beispiel Abmessungen, Notwendigkeit für ein Fundament eine Rolle spielen. In der jüngeren Vergangenheit hat sich gezeigt, dass auch der Energie- und Ressourcenverbrauch bei der Produktion ein immer wichtiger werdendes Entscheidungskriterium wird.

Messvorschrift zur einheitlichen Bestimmung

Ein Kreis aus Anwendern von Werkzeugmaschinen aus der Automobilindustrie hat sich deshalb gemeinsam mit dem Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) zum Ziel gesetzt, eine Messvorschrift zu erarbeiten, die beschreibt, wie der benötigte Energie- und Medienbedarf einer Werkzeugmaschine für die wichtigsten Energiezustände und –übergänge, sowie pro Werkstück, auf einheitliche Weise bestimmt werden kann. Die Messvorschrift findet vor allem Anwendung bei Werkzeugmaschinen für die Serienfertigung beziehungsweise bei bekanntem zu fertigendem Werkstück.

Sie legt fest, welche Energiezustände und –übergänge zu berücksichtigen sind, beschreibt, welche Energien und Medien erfasst werden müssen und was bei den Messungen zu beachten ist. Ergebnis der Messungen sind dann die Menge an elektrischer Energie und Medien, die pro gefertigtes Teil aufgewendet werden müssen und Menge an elektrischer Energie und Medien für die relevanten Energiezustände und -übergänge.

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