Antriebstechnik Energieeffiziente Antriebe reduzierten Stromverbrauch in der Produktion

Autor / Redakteur: Reinhold Schäfer / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Durch die Auswahl energieeffizienter Antriebe lassen sich in der Industrie hohe Energiemengen einsparen. Alleine durch das Ausrüsten mit elektronischer Drehzahlregelung können im Vergleich zu konventionellen Methoden 20 bis 70% der Energiekosten eingespart werden.

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Zwei Drittel des Stromverbrauchs der Industrie entfallen auf elektromotorisch angetriebene Systeme wie Pumpen, Ventilatoren, Kompressoren und Zentrifugen. Mehr als 15% dieses Stromverbrauchs, rund 27,5 Mrd. kWh, könnten laut des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) jährlich durch den Einsatz energieeffizienter elektrischer Antriebstechnik eingespart werden.

Energieeffizienz vor allem über Antriebe mit Drehzahlregelung

Das Einsparpotenzial setzt sich zu einem Fünftel aus dem Einsatz von Energiesparmotoren und zu vier Fünftel aus dem Einsatz von Antrieben mit elektronischer Drehzahlregelung zusammen. Gerade letztere seien sehr effektiv, da sie dazu führt, dass der Maschine nur die Energie zugeführt wird, die für den Prozess benötigt wird.

Die Elektronik sorgt aber auch für energiesparendes Anfahren und Energierückspeisung beim Bremsen. Wirtschaftlich wäre es sinnvoll, jeden zweiten neu bestellten Antrieb mit einer elektronischen Drehzahlregelung auszurüsten. Neben den Neuanlagen wäre es auch im Bestand wirtschaftlich sinnvoll nachzurüsten.

30 Mio. Antriebe in der Industrie sind modernisierungsbedürftig

Insgesamt gelten zehn der gegenwärtig rund 30 Mio. installierten Antriebe in der deutschen Industrie und im kommunalen Bereich als aus Energieeffizienz-Sicht modernisierungsbedürftig, vor allem Standardanwendungen in den betrieblichen Nebenfunktionen wie Pumpen, Ventilieren, Verdichten, Fördern, Bewegen, Klimatisieren und Kühlen. Dort liegen die individuellen Einsparpotenziale zwischen 20 und über 50%.

Der Stromverbrauch spielt bei der Anschaffung bislang eine untergeordnete Rolle – der Einkäufer ist schließlich nicht für die Betriebskosten verantwortlich. Und bei Modernisierungsmaßnahmen werden Produktionsmaschinen den Nebenanlagen in der Regel vorgezogen.

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