Digitaler Planungszwilling
Entscheidungen simulieren statt schätzen

Ein Gastbeitrag von Viktor Poplavski * 5 min Lesedauer

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In der Industrie erfolgt die Planung oft noch anhand von Tabellen, Durchschnittswerten und Erfahrung. In der Realität fließen aber viel mehr Parameter mit ein, die auch noch zeitlich schwanken. Dann gibt der digitale Planungszwilling Antworten, wenn er einer klaren Entscheidungsfrage folgt.

Muss die zukünftige Lager- und Materialflussstruktur eines Werksstandorts geplant werden, kann der digitale Planungszwilling nachweisen, ob die Struktur auch bei Spitzenlasten oder verändertem Produktmix funktioniert.(Bild:  KI-generiert)
Muss die zukünftige Lager- und Materialflussstruktur eines Werksstandorts geplant werden, kann der digitale Planungszwilling nachweisen, ob die Struktur auch bei Spitzenlasten oder verändertem Produktmix funktioniert.
(Bild: KI-generiert)

Digitale Zwillinge gelten in der Industrie als Zukunftsthema. Nicht jede Simulation liefert aber eine belastbare Entscheidungsgrundlage. Und genau hier setzt der digitale Planungszwilling an: Er verbindet Prozesswissen, Daten und Simulation zu einem Werkzeug für konkrete Planungsfragen.

Der Begriff Digital Twin taucht in der Industrie ständig auf, bleibt dabei aber oft unscharf. Mal ist eine Visualisierung gemeint, mal ein Dashboard, mal eine Simulation oder eine IoT-Plattform (Internet of Things, die Vernetzung von Geräten und Sensoren). Das ist nicht falsch, greift aber zu kurz. Der Wert eines digitalen Zwillings entsteht nicht durch seine digitale Form. Er entsteht durch die Qualität der Entscheidungen, die er ermöglicht.