ERP im Mittelstand Hoher Modernisierungsdruck, knappe Kapazitäten

Quelle: Pressemitteilung Planat 3 min Lesedauer

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ERP-Studie: Modernisierung soll Entlastung im Alltag bringen, oft scheitert es jedoch an internen Ressourcen. Die Ergebnisse des Reports im Überblick.

Für den aktuellen Report „ERP-Herausforderungen 2026/2027“ wurden 150 Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe unterschiedlicher Firmengrößen zu ihrer Strategie bezüglich Enterprise Resource Planning (ERP) befragt.(Bild:  KI-generiert)
Für den aktuellen Report „ERP-Herausforderungen 2026/2027“ wurden 150 Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe unterschiedlicher Firmengrößen zu ihrer Strategie bezüglich Enterprise Resource Planning (ERP) befragt.
(Bild: KI-generiert)

Über die Hälfte der befragten Unternehmen einer Mittelstands-Umfrage sieht einen hohen oder sogar sehr hohen Modernisierungsdruck bei dem im eigenen Betrieb eingesetzten ERP-System. Allerdings fehlen vielen Unternehmen die internen Personalressourcen, um genau diese Erneuerung voranzubringen. Dies geht aus dem aktuellen Report „ERP-Herausforderungen 2026/2027“ der Stuttgarter Planat GmbH hervor. Für die Studie waren 150 Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe unterschiedlicher Firmengrößen zu ihrer Strategie bezüglich Enterprise Resource Planning (ERP) befragt worden.

Modernisierung an der Tagesordnung

Laut Studie bewerten rund 51 Prozent den Modernisierungsdruck als hoch oder sehr hoch. Investitionen in ERP, Digitalisierung oder Prozessautomatisierung sind bei 64 Prozent innerhalb der nächsten zwei Jahre konkret geplant oder zumindest grundsätzlich vorgesehen. Für die Projektplanung bedeutet das: Unternehmen müssen den laufenden Betrieb und die Erneuerung ihrer Abläufe gleichzeitig organisieren. Gerade bei gewachsenen Systemlandschaften ist zu klären, welche bisherigen Anpassungen noch gebraucht werden, welche Abläufe sich vereinfachen lassen und welche Erweiterungen notwendig sind. Dabei ist die Übernahme vorhandener Sonderlösungen keine Selbstverständlichkeit: Was früher eine technische Lücke geschlossen hat, kann heute durch eine Standardfunktion abgedeckt sein. Ein Abgleich zwischen bestehenden Arbeitsweisen und dem künftigen Prozessmodell hilft, unnötige Komplexität im neuen System zu vermeiden.

Ressourcen sind die größte Projekthürde

Fehlende interne Ressourcen sind die größte Hürde bei ERP-Projekten: 86 Prozent der befragten Fertigungsunternehmen sehen darin ein Hindernis, gefolgt von Datenmigration und Datenqualität sowie hohem Projektaufwand (jeweils rund 83 Prozent).(Bild:  Planat GmbH)
Fehlende interne Ressourcen sind die größte Hürde bei ERP-Projekten: 86 Prozent der befragten Fertigungsunternehmen sehen darin ein Hindernis, gefolgt von Datenmigration und Datenqualität sowie hohem Projektaufwand (jeweils rund 83 Prozent).
(Bild: Planat GmbH)

Fehlende interne Ressourcen sehen 86 Prozent der Befragten als Hürde bei der Modernisierung oder Einführung eines ERP-Systems. Damit ist die Ressourcenknappheit das in der Umfrage am häufigsten genannte Hindernis. Hoher Projektaufwand sowie Datenmigration und Datenqualität folgen mit jeweils rund 83 Prozent Zustimmung (Mehrfachnennungen waren möglich). Kosten oder Budgetrestriktionen sind für rund 77 Prozent ein begrenzender Faktor. Neben dem Finanzierungsplan braucht es deshalb eine realistische Kapazitätsplanung: Das Wissen über Artikel, Fertigungsabläufe und Kundenanforderungen liegt in den Fachabteilungen. Diese müssen auch dann an einem neuen ERP-Projekt mitwirken können, wenn das Tagesgeschäft sie stark beansprucht.

„Ein ERP-Projekt lässt sich nicht allein über das Budget steuern. Die Fachabteilungen brauchen Zeit, um Anforderungen zu klären, Daten zu prüfen und neue Abläufe zu testen“, sagt Christian Biebl, Geschäftsführer von Planat. „Eine gute Einführung berücksichtigt diese Aufgaben von Anfang an und verteilt sie so, dass der laufende Betrieb arbeitsfähig bleibt.“

Einführungsqualität vor Umsetzungstempo

Einführungsqualität vor Umsetzungstempo: Für 73 Prozent der Befragten ist die Qualität von Beratung, Einführung und Projektmanagement entscheidend bei der Modernisierung oder Neueinführung eines ERP-Systems – die Geschwindigkeit der Projektumsetzung nennen nur 45 Prozent. (Bild:  Planat GmbH)
Einführungsqualität vor Umsetzungstempo: Für 73 Prozent der Befragten ist die Qualität von Beratung, Einführung und Projektmanagement entscheidend bei der Modernisierung oder Neueinführung eines ERP-Systems – die Geschwindigkeit der Projektumsetzung nennen nur 45 Prozent.
(Bild: Planat GmbH)

Bei der Wahl eines Anbieters steht die Qualität von Beratung, Einführung und Projektmanagement an erster Stelle: 73 Prozent nennen sie in der Studie als entscheidenden Faktor. Dahinter folgen ERP-Kompetenz mit 69 Prozent sowie Service und Support nach der Einführung mit 67 Prozent. Die Branchenerfahrung in der fertigenden Industrie ist für 65 Prozent der Befragten entscheidend. Die Geschwindigkeit der Projektumsetzung nennen 45 Prozent (Mehrfachnennungen waren möglich.) Dieses Ergebnis zeigt, dass eine sorgfältige Projektvorbereitung eine wichtige Rolle spielt.

Entlastung ist das Ziel

Die Befragten erwarten, dass moderne ERP-Systeme helfen, knappe Personalkapazitäten besser zu nutzen. 89 Prozent sehen darin eine Hilfe gegen den Fachkräftemangel, weil sich manuelle Routinetätigkeiten reduzieren lassen. Für die Entlastung der Mitarbeiter im Tagesgeschäft liegt die Zustimmungsquote bei 86 Prozent. Entlastung entsteht beispielsweise dann, wenn Auftragsdaten ohne erneute Eingabe in Einkauf, Lager und Fertigung weiterverwendet werden. Klare Freigaberegeln können zusätzlich helfen, Rückfragen und Suchaufwand zu begrenzen.

„Die Einführung bindet zunächst Ressourcen. Ihr Ziel muss sein, die Arbeit anschließend spürbar zu vereinfachen“, erklärt Biebl. „Deshalb sollten Unternehmen früh festlegen, welche Abläufe sie verbessern wollen und woran sie den Erfolg erkennen. So wird aus einem Softwareprojekt eine nachvollziehbare betriebliche Investition.“

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