Neues Verfahren Das Upcycling seltener Erden aus alten Magneten klappt jetzt besser

Quelle: Fraunhofer IKTS 3 min Lesedauer

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Elektromotoren beinhalten meist auch Magnete. Diese enthalten seltene Erden wie Neodym, bei denen Europa aber von China abhängig ist. Das wollen Fraunhofer-Forscher abmildern ...

Nichts geht im Rahmen der Elektromobilität oder bei Windkrafträdern ohne kräftige Neodym-Magnete, die in Komponenten derselben stecken. Nun wollen Forscher versuchen, das in ausgedienten Magneten enthaltene Neodym möglichst wirtschaftlich zurückzugewinnen ...(Bild:  KI-generiert)
Nichts geht im Rahmen der Elektromobilität oder bei Windkrafträdern ohne kräftige Neodym-Magnete, die in Komponenten derselben stecken. Nun wollen Forscher versuchen, das in ausgedienten Magneten enthaltene Neodym möglichst wirtschaftlich zurückzugewinnen ...
(Bild: KI-generiert)

Magnete mit Neodym-Legierungsanteilen zählen zu den stärksten Permanentmagneten der Welt. Die Verbindung aus Neodym, Eisen und Bor wird deshalb auch in Elektrofahrzeugen verbaut, ebenso in Windenergieanlagen oder Lautsprechern, Smartphones und Festplatten. Und der weltweite Bedarf an Permanentmagneten steigt zusehends, wie die Forscher vom Fraunhofer-Institut für Keramische Technologie und Systeme (IKTS) registrieren. Schätzungen zufolge beträgt die jährliche Wachstumsrate um die 8,3 Prozent. Deshalb ist man gut beraten, die in Europa nur schwer verfügbaren seltene Erden, zu denen auch Neodym gehört, möglichst wirtschaftlich zu recyclen, was aber sehr komplex ist.

Ein EU-Projekt soll seltene Erden zurück gewinnen lassen

Um aber zurück gewonnenes Neodym für neue Magnete wieder nutzen zu können, muss es sehr rein vorliegen, wie man betont. Aber einen Prozess zu etablieren, der diese Anforderung erfülle und gleichzeitig ökonomisch bleibe, sei nicht trivial. Bisher werden Magnete in Europa deshalb kaum recycelt. Viel mehr werden sie meist gesammelt, nach China geschickt und dort wieder aufbereitet. Etwa 90 Prozent der darin enthaltenen Rohstoffe werden danach erneut zu uns importiert. Im Rahmen des EU-Projekts „NEO-Cycle“ entwickelt das IKTS nun aber mit Projektpartnern ein Verfahren, mit dem sich seltene Erden auch bei uns aus Elektroabfällen zurück gewinnen lassen. Allerdings sollen sie zunächst für hochwertige Produkte wie grünen Dünger oder zur Herstellung pharmazeutischer Produkte genutzt werden.

Festplatten-Laufwerke im Visier der Recycling-Forscher

Immerhin schaffe man so schon mal einen Kreislauf für diese Materialien, schone die Umwelt und fördere die globale Unabhängigkeit von strategischen Ressourcen. Möglich ist der Upcycling-Prozess für verschiedene Magnete, wie man weiter erfährt. Bei diesem Projekt hat man den Fokus aber auf Hard Disk Drives (HDD) – also Festplatten-Laufwerke aus entsorgten Computern und Laptops gelegt, die Neodym-Magnete enthalten. Die Projektpartner testen dazu mehrere Aufbereitungsverfahren für Magnete: Die sogenannte Feststoffchlorierung sowie elektrochemische Verfahren, um anschließend die optimale Technologie herausfinden zu können.

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