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Unternehmenssoftware ERP-System von Unternehmen oftmals als Schwachstelle der Digitalisierung betrachtet

| Redakteur: Melanie Krauß

Der digitale Wandel gewinnt in der Geschäftsstrategie der meisten Unternehmen an Bedeutung: Mehr als zwei Drittel sehen es als wichtig an, dass digitale Prozesse und digitales Denken innerhalb ihrer Organisation zur Selbstverständlichkeit werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage, die die Mainzer Softwareexperten von Godesys unter den Besuchern der Cebit 2018 durchführten.

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Eine aktuelle Umfrage belegt: ERP-Systeme spielen eine wichtige Rolle bei der Digitalisierung, doch die Mehrheit der Unternehmen traut sich nicht zu, fällige Nachbesserungen allein durchzuführen.
Eine aktuelle Umfrage belegt: ERP-Systeme spielen eine wichtige Rolle bei der Digitalisierung, doch die Mehrheit der Unternehmen traut sich nicht zu, fällige Nachbesserungen allein durchzuführen.
(Bild: ©Coloures-Pic - stock.adobe.com)

Vier von fünf Befragten gaben an, dass das ERP-System bei der Digitalisierung ihres Unternehmens eine wichtige Rolle spiele. Hier zeigt sich der enorme Bedarf nach einer Unternehmenssoftware auf ERP-Basis mit modernem Zuschnitt. Das schließt beispielsweise mobile Funktionalitäten ein, weitreichende Prozessautomatisierung und die Anbindung an E-Commerce.

Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg: Lediglich 30 % der Umfrageteilnehmer fühlen sich mit ihrem aktuellen ERP-System für den digitalen Wandel gewappnet. Mehr als ein Drittel äußerten sogar, mit der Anwenderfreundlichkeit des aktuell eingesetzten Systems nicht zufrieden zu sein.

Die Angaben darüber, was den Befragten an einem ERP-­System besonders wichtig ist, lassen Godesys zufolge erkennen, wie die ideale Software von morgen auszusehen hat. Großes Interesse gilt demnach leistungsfähigen Schnittstellen zu IT-Systemen und Daten. Ebenfalls hoch im Kurs stehen die schnelle Anpassbarkeit des Systems, Echtzeitverarbeitung von Daten sowie der Aspekt Transparenz und Nachvollziehbarkeit.

Dies ist der Punkt, bei dem die Umfrageteilnehmer den größten Nachholbedarf ausmachen. Zur Lösung setzen viele auf Expertise von außen: 54 % sehen sich nicht dazu befähigt, in Eigenregie den fälligen Nachholbedarf zu stemmen, der sie fit für den digitalen Wandel macht.

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