ESC 2013 Malmö

Eurovision Song Contest: Elektronikschlacht der Superlative

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Großteil des Beschallungs-Equipments wird "geflogen"

Häufig werden Boxen mit einer kontrollieren Zeitverzögerung angesteuert, um zu erreichen, dass Signale aus unterschiedlich platzierten Lautsprechern gleichzeitig die Ohren der Zuschauer erreichen. Auch eine Frequenzgang-Entzerrung zum Ausgleich von Raum-spezifischen Resonanzen wird über die Controller vorgenommen.

Damit die Lautsprechertürme nicht die Sicht auf die Bühne verstellen, wird ein Großteil des Beschallungs-Equipments "geflogen", sprich an Gerüsten hoch über der Bühne aufgehängt. Am Samstag werden insgesamt Gerätschaften mit einem Gewicht von rund 400 Tonnen unter dem Dach der Arena in Malmö hängen.

Damit nicht nur das Publikum in der Halle guten Sound hat, sondern vor allem auch die Künstler auf der Bühne, kommen 16 drahtlose In-Ear-Monitorsysteme vom Typ Sennheiser 2000 IEM zum Einsatz, die bis zu 100 einzelne Empfänger versorgen können.

Viel Licht und 100 Kilo Kunstschnee

Neben dem Ton ist für die Stimmung in der Halle – und damit auch an TV-Geräten in aller Welt – vor allem gutes Licht verantwortlich. Für die Ausleuchtung der 220 Quadratmeter großen Bühne sind insgesamt 12 Lichtmischpulte vom Typ grandMA II von MA Lighting vorgesehen. Sechs davon sind aktiv im Einsatz, die anderen sechs als Notfallreserve.

Jedes der Pulte, das im Vollausbau rund 50.000 € kostet, kann mithilfe von drei Touchscreens und 30 motorisierten Fadern bis zu 65.536 Licht-Parameter steuern. Für das Lichtdesign mittels 1283 Scheinwerfern, davon 800 bewegliche Moving Lights und 14 Follow Spots, waren insgesamt acht Wochen an Programmierarbeit notwendig.

Für die rund 3000 Pyroeffekte während der Show sind 32 Fireball Machines, 24 Fireflame Machines, 6 Rauch- und 4 Windgeneratoren im Einsatz – ganz zu schweigen von jeweils 100 Kilogramm künstlichem Schnee und Konfetti!

Statt der jahrelang verwendeten LED-Riesendisplays seitlich der Bühne wird es in diesem Jahr erstmals eine 350 Quadratmeter große Projektionsfläche geben, um den Zuschauern in der Halle TV-Bilder einzuspielen. Als Beamer sind insgesamt 46 Projektoren des Herstellers Barco im Einsatz, darunter 28 mal das Modell HDQ 2K40, das mit 40.000 Lumen der weltweit hellste Videoprojektor für den Bühneneinsatz sein soll. Den Content bekommen sie über 14 Green Hippo Hippotizer Media Server zugespielt.

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