Fertigung eingestellt Playmobil-Herstellung in Dietenhofen steht nun vor dem Aus

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Was vor 52 Jahren einen Hype in Kinderzimmern ausgelöst hat, wurde unter anderem bei Nürnberg hergestellt: Playmobil! Nun hat man entschieden, ein Werk zu schließen ...

Winkewinke: Drei, die von Beginn an dabei waren, verabschieden sich aus Deutschland. Denn was bereits Anfang des Jahres verkündet wurde, schreitet nun in Richtung Vollzug – die Schließung des Playmobil-Werkes in Dietenhofen. (Bild:  Playmobil)
Winkewinke: Drei, die von Beginn an dabei waren, verabschieden sich aus Deutschland. Denn was bereits Anfang des Jahres verkündet wurde, schreitet nun in Richtung Vollzug – die Schließung des Playmobil-Werkes in Dietenhofen.
(Bild: Playmobil)

Die Playmobil-Produktion in Deutschland ist also Geschichte! Denn eine Woche vor der offiziellen Schließung des Werks in Mittelfranken sind die verbliebenen Beschäftigten gegen Bezahlung freigestellt worden. Die Produktion ruht, sagte ein Sprecher des Herstellers – der Horst Brandstätter Group. Die Produktion der international bekannten Playmobil-Figuren soll demnach aus Kostengründen in den Werken in Malta und Tschechien gebündelt werden. Produktentwicklung, Verwaltung, Marketing, Vertrieb und Logistik sollen dem Sprecher zufolge aber weiterhin in Deutschland bleiben. Playmobil bleibe dennoch als traditionsreicher Spielzeughersteller in Deutschland verwurzelt. Der Hersteller aus dem mittelfränkischen Zirndorf hatte im Februar überraschend verkündet, das Werk in Dietenhofen, etwa 45 Kilometer westlich von Nürnberg zum 30. Juni zu schließen.

Der Produktionsstopp hat sich schon relativ früh angekündigt

Mit den Arbeitnehmervertretern wurde ein Sozialplan mit einer Transfergesellschaft sowie Abfindungen für die rund 350 betroffenen Beschäftigten vereinbart. Die Gewerkschaft IGBCE kritisierte damals nicht nur die Schließung als falschen Schritt, sondern auch die Kommunikation über diese Entscheidung. Auf der weltgrößten Spielwarenmesse in Nürnberg Ende Januar hatte Playmobil-Vorstand Bahri Kurter noch davon gesprochen, dass einiges für eine Trendumkehr bei dem angeschlagenen Hersteller spreche. Erst eine Woche später wurde die Belegschaft über die Verlagerung der Produktion in Dietenhofen informiert. Man muss allerdings anmerken, dass der Absatz des mittlerweile thematisch recht ausufernden Angebots des Spielsystems deutlich nachlässt. Ziel sei es, wieder nachhaltig zu wachsen und das Unternehmen zu stabilisieren.

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