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Lanxess auf der Light + Building 2018 Fackeln nicht lange: Polymere schützen vor Feuer und Wärmestau

Redakteur: Peter Königsreuther

Zu den Entwicklungstrends bei Thermoplasten gehört derzeit zweifelsohne die Funktionalisierung derselben. Wärmeleitfähige Kunststoffe, die vor Überhitzung schützen können, sind dabei auch im Fokus. Diese sind etwa für die Elektrobranche wichtig, weil deren Systeme immer kleiner werden.

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Dieser einfache Kühlkörper beweist laut Lanxess, dass schon leicht erhöhte Wärmeleitfähigkeiten bei Polymertypen genügen, um die Temperatur in den daraus hergestellten Kunststoffteilen stark zu senken und so der Gefahr eines Wärmestaus effizient entgegen wirken.
Dieser einfache Kühlkörper beweist laut Lanxess, dass schon leicht erhöhte Wärmeleitfähigkeiten bei Polymertypen genügen, um die Temperatur in den daraus hergestellten Kunststoffteilen stark zu senken und so der Gefahr eines Wärmestaus effizient entgegen wirken.
(Bild: Lanxess)

Klassische Kunststoffe gelten eigentlich als Isolatoren, sowohl was die elektrische Leitfähigkeit anbelangt als auch die Effizienz mit der Wärme im Werkstoff geleitet wird. Mit Know-how und Erfindungsreichtum gelingt es aber diese eigentlich positiven Eigenschaften sinnvoll auszuhebeln. Lanxess gehört zu den Unternehmen, die in puncto Wärmeleitfähigkeit den Thermoplasten erfolgreich auf die Sprünge helfen, ohne die guten Verarbeitungseigenschaften dadurch zu beeinträchtigen, sagen die Lanxess-Experten.

Bornitrid- und Aluminiumoxid haben ihre Nachteile

Die TC-Produktreihe von Lanxess, heißt es, beinhaltet nun zwei leicht fließende, mit 65 beziehungsweise 75 Gewichtsprozent eines speziellen wärmeleitenden Minerals gefüllte, Polyamid-6-Compounds namens Durethan BTC65H3.0EF und BTC75H3.0EF. Beide Kunststoffe sollen in Fließrichtung eine thermische Leitfähigkeit von 1,3 respektive 1,7 W/mK haben. Sie leiten die Wärme nahezu isotrop, also in alle Richtungen fast gleich, betont Lanxess. Beide Polymertypen sollen außerdem durch ihr günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis punkten. „Wir sehen die wärmeleitende Kunststoffe als Alternative zu Polyamid-6-Typen mit Bornitrid oder Aluminiumoxid als wärmeleitende Füllstoffe. Denn sie führen Wärme ähnlich gut ab wie zum Beispiel mit Aluminiumoxid versetzte Werkstoffsysteme“, erklärt Christof Boden, Experte in der Anwendungsentwicklung bei Lanxess. Im Vergleich zu Polyamiden mit Bornitrid-Additivierung weisen sie außerdem ein höheres mechanisches Eigenschaftsniveau auf, heißt es.

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Unterstützung bei der Hot-Spot-Vermeidung

Lanxess unterstützt seine Partner unter dem Markennamen „Hiant“, heißt es außerdem, durch umfangreiche Serviceleistungen bei der Entwicklung wärmeleitender Kunststoffteile. Man untersuche zum Beispiel, wo in einer Baugruppe Wärmemaxima – so genannte Hotspots – entstehen und gebe Ratschläge, welche Komponenten am besten wärmeleitend ausgelegt sein sollten. Außerdem berät Lanxess bei Fragen zur richtigen Materialauswahl, unterbreitet Konstruktionsvorschläge und simuliert auch das Wärmeleitverhalten. Experten des Spezialchemie-Konzerns helfen dabei, das Bauteildesign so zu optimieren, dass wärmebelastete Bereiche möglichst außen liegen und die Wärmeabfuhr ao etwa durch Kühlrippen gesteigert werden kann. Für die Konstruktion der Bauteile wurden, wie es heißt, weiterhin Richtlinien erstellt, die das besondere Verhalten hoch gefüllter Materialien etwa in puncto Mechanik und Verarbeitung berücksichtigen.

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