Formula Student 2015

Fahrzeugkonstruktion im interdiziplinären Team

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Studenten lernen über die Rennwägen fachübergreifende Zusammenarbeit

Die Formula Student Germany 2015 auf dem Hockenheimring ist eine Großveranstaltung. Mittendrin: Schaeffler als Hauptsponsor und Unterstützer von unterschiedlichen Teams: Dart-Racing TU Darmstadt, Ecurie Aix, RWTH Aachen, Green Voltage Racing, TU Clausthal, High-Octane Motorsports, Universität Erlangen-Nürnberg, High Speed Karlsruhe, Hochschule Karlsruhe, KA-RaceIng, Universität Karlsruhe, KARAT Racing, TU Kaiserslautern, Mainfranken Racing, Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt, munichMotorsports, HS München, Rennteam, Universität Stuttgart, Strohm & Söhne, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm und TUfast Racing Team, Technische Universität München.

Beispiel Mainfranken Racing Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt: Ungefähr 40 Mitglieder umfasst das Team. Beim Rennwagen Nummer 8 wurde ganz auf Leichtbauweise gesetzt. Bis zu 20 kg sollten runter, nachdem der MF 7 zuletzt eine Vierteltonne auf den Asphalt gebracht hatte. An die 40 Studenten haben hier die aktive Zusammenarbeit gelernt und fachübergreifende Erfahrungen fürs Berufsleben gesammelt, von der Elektronik bis zum Marketing: alles freiwillig, in der Freizeit.

Der MF 8 bietet neue Aerodynamik, markante Heck- und Frontflügel, sowie aufgepimptes Dekor und schlanken Bug. Für den Schub sorgt ein Motorrad-Motor Marke Yamaha, der durch eine Air Box (aus dem 3D-Drucker) beatmet wird. Ein Stutzen saugt kalte Luft direkt über den Kopf des Rennfahrers an und befeuert damit 96 PS: Bei 100 km/h sind die neuen MFs in weniger als vier Sekunden angelangt. Am Ende war es Platz 33 von 71 Teilnehmern.

Additive Fertigung für Formula-Student-Rennwagen genutzt

Wie das mit dem 3D-Druck funktioniert, zeigt das Beispiel von HTW Motorsport aus Berlin. Das Team bringt mit der 3D-gedruckten Airbox für seinen Formel-Rennwagen BRC14 die additive Fertigung auf die Rennstrecke. Dazu nutzte man das Stratasys Multimaterial-3D-Produktionssystem Objet500 Connex und das Hochleistungsphotopolymer Digital ABS, um die vorgegebenen Kriterien, die der 3D-Druck von Endbauteilen für die Airbox des Rennwagens BRC14 erforderte, genau einzuhalten. So können erforderliche Teile viel schneller und wesentlich kosteneffizienter gefertigt werden, als es sonst möglich gewesen wäre. Im Vergleich zu dem System, das vor zwei Jahren eingesetzt wurde, erzielte HTW 10 % mehr PS und eine Verbesserung des Drehmoments um 12 %.

Energieoptimale Lenkkraftunterstützung für Elektrofahrzeuge

Das Förderprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) "Energieoptimale, intelligente Lenkkraftunterstützung für elektrische Fahrzeuge (e²-Lenk)" widmet sich einem neuartigen Konzept der Lenkkraftunterstützung.

Die Grundidee des Projekts e²-Lenk ist einfach: Statt wie im Verbrennungswagen alle Räder mit der gleichen Antriebskraft zu versorgen, sollen im Elektroauto Elektromotoren die Räder individuell antreiben. Wenn die Räder auf der linken Seite mehr Antriebsmoment auf die Straße übertragen als auf der rechten Seite, ergibt sich bereits eine Beschleunigung des Wagens in eine Rechtskurve, ohne die Vorderräder einzuschlagen oder zusätzlich Energie für das Lenken aufzubringen. Mit dem Verbundprojekt e²-Lenk startet das erste gemeinsame öffentlich geförderte Projekt im Rahmen der Forschungskooperation SHARE am KIT zwischen der Schaeffler Technologies und dem KIT.

Eine Umsetzung im Vorjahresmodell des Formula-Student-Rennwagens der KIT-Hochschulgruppe KA-RaceIng unter Beteiligung der Studenten ist ebenfalls beabsichtigt. Beim Konstruktionswettbewerb FSG 2015 erreichte das Fahrzeug der KA-RaceIng der Uni Karlsruhe einen super guten 12ten Platz bei den Elektro-Boliden.

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