Krauss-Maffei-Strategie Familienunternehmen erwirbt Krauss-Maffei-Tochter

Redakteur: Peter Königsreuther

Die Luger GmbH übernimmt Krauss-Maffei Austria, heißt es heute von Seiten des Mutterkonzerns. Damit sollen die Vertriebs- und Serviceaktivitäten in Österreich und Ungarn verstärkt werden.

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Dr. Michael Ruf, CEO von Krauss-Maffei, bestätigt: „Wir verkaufen Krauss-Maffei Austria an die bei Wien verortete Luger GmbH!“ Dieser Schritt gehöre zur strategischen Neuausrichtung des Münchener Maschinenbauers.
Dr. Michael Ruf, CEO von Krauss-Maffei, bestätigt: „Wir verkaufen Krauss-Maffei Austria an die bei Wien verortete Luger GmbH!“ Dieser Schritt gehöre zur strategischen Neuausrichtung des Münchener Maschinenbauers.
(Bild: Krauss-Maffei)

Die acht Mitarbeiter der bisherigen Krauss-Maffei Austria würden weiterbeschäftigt. Diese Transaktion ist seit 1. März 2021 wirksam. Der neue Name lautet KMAT Maschinen- und Service GmbH.

In den Märkten Österreich und Ungarn will man so in Sachen Maschinen aus der Spritzgieß-, Reaktions- und Extrusionstechnik mehr erreichen, heißt es. Denn nach der Übernahme der bisherigen Krauss-Maffei-Mitarbeiter werden sich künftig über 60 Experten um den Vertrieb und die Betreuung von Kunststoff-Verarbeitungsmaschinen der Marken Krauss-Maffei und Netstal kümmern. Was das Familienunternehmen Luger GmbH betrifft, so sitzt es in Purkersdorf bei Wien. Das Unternehmen fokussiert sich auf Vertrieb, Planung, Montage und den Service bezüglich Maschinen und Peripheriesysteme für die Kunststoffverarbeitung, sagt Krauss-Maffei. Beide Unternehmen kooperieren im Übrigen schon seit Mitte 2020.

Luger will in den kommenden Jahren die Marktpräsenz vor allem in Ungarn ausbauen. Dort soll im Zuge dessen im Großraum Budapest ein modernes Technikum entstehen. Auch plane Luger die Einstellung von zusätzlichen ungarischen Fachkräften sowie den weiteren Ausbau seiner Lagerkapazitäten.

Stärkung im Sinne der strategischen Neuausrichtung

Dr. Michael Ruf, CEO von Krauss-Maffei, ist zuversichtlich, dass vor allem die Krauss-Maffei-Kunden von der Transaktion profitieren werden: „Der Verkauf ist ein Teil unserer strategischen Neuausrichtung. Wir rücken damit noch näher an unsere Kunden. Mit der Vertriebs- und Servicekompetenz von Luger werden wir in Österreich und Ungarn künftig noch schneller und effizienter agieren können."

Auch der Luger-CEO Thomas Luger erwartet eine deutliche Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit: „Die Integration von Krauss-Maffei Austria in die KMAT Maschinen- und Service GmbH wird uns stärken. Wir wollen die Marke weiterführen und den Pioniergeist der Krauss-Maffei-Mitarbeiter erhalten.“ Für die Zukunft plane er, das gesamte Produktportfolio von Krauss-Maffei sowie das komplette Peripheriegeräteprogramm aus einer Hand anbieten zu können. Man werde noch mehr Servicetechniker haben, um noch intensiver für die Anwender da sein zu können.

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