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Erneuerbare Energie Fast ein Viertel der deutschen Windenergieanlagen ist bedroht

| Redakteur: Gary Huck

Windenergie soll bei der Energiewende eine wichtige Rolle spielen. Eine Studie von Nefino legt nun offen, dass das nach der aktuellen Gesetzeslage schwierig werden könnte.

Ältere Windturbinen können oft nicht modernisiert werden, weil sich die Abstandsregelungen zu Ortschaften in den letzten Jahren verschärft haben.
Ältere Windturbinen können oft nicht modernisiert werden, weil sich die Abstandsregelungen zu Ortschaften in den letzten Jahren verschärft haben.
(Bild: Gonz DDL - unsplash.com)

Das Forschungsunternehmen Nefino hat im Auftrag des Energieversorgers Alpiq eine Studie zu Windenergieanlagen in Deutschland durchgeführt. Laut der Untersuchung müssten 23 % aller deutschen Windenergieanlagen bis 2025 umgebaut oder stillgelegt werden. 2025 läuft die Förderung durch das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) aus. Der Strom von etwa einem Viertel der deutschen Anlagen darf dann nicht mehr ohne weiteres verkauft werden. Um die Windturbinen weiter betreiben zu können, müssen sie durch leistungsstärkere ersetzt werden.

Bei den meisten der betroffenen Anlagen ist das nicht möglich. Sie wurden in einer Zeit gebaut, als die Abstandsregeln zu Ortschaften für Windturbinen noch weniger restriktiv waren als das aktuell der Fall ist. Um sie zu modernisieren müsste man sie vergrößern, das ist aber nach aktuellen gesetzlichen Vorgaben nicht möglich. Ändert sich bis 2025 an dieser Regelung nichts, müssen die Anlagen stillgelegt werden.

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