Extrusion in Friedrichshafen Feddem präsentiert die neueste Compoundier-Technik

Redakteur: Peter Königsreuther

Feddem präsentiert zur Fakuma in Halle A6 unter anderem einen Doppelschneckenextruder des Typs FED 43 MTS 32 L/D. Auch die Langfaserverarbeitung hat einen Auftritt.

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Der FED 34 MTS-Extruder von Feddem arbeitet mit drei gravimetrisch dosierten Materialströmen und Metallabscheider im Hauptstrom. Er gilt als eins der Highlights beim diesjährigen Fakuma-Auftritt des Unternehmens.
Der FED 34 MTS-Extruder von Feddem arbeitet mit drei gravimetrisch dosierten Materialströmen und Metallabscheider im Hauptstrom. Er gilt als eins der Highlights beim diesjährigen Fakuma-Auftritt des Unternehmens.
(Bild: Feddem)

Mit 43 mm Schneckendurchmesser und bis zu 142 Kilowatt Antriebsleistung ist die Art des Extruders FED 43 MTS 32 L/D gut für Pilot- und Produktionsanwendungen kleiner bis mittlerer Chargengrößen geeignet, sagt Feddem. Die auf der Messe gezeigte Modellreihe biete alle typischen Feddem-Features, die bei Compounding- und Masterbatch-Anwendungen hilfreich sind:

  • Prozesssicheres Aufschmelzen und Mischen der Produktkomponenten durch FME-Mischelemente;
  • Knetblockfreie Schneckengeometrien, was mit einer großen Bandbreite von Anwendungen einhergeht;
  • Modulare, wärmegedämmte Schutzabdeckungen des Verfahrensteils, als Berührungsschutz und für eine günstigere Energiebilanz des Prozesses;
  • Verarbeitungsstrecke durch Verlängerungseinheit individuell anpassbar;
  • FSB-Seitenbeschickung(en), FSV-Seiten-Vakuumentgasung, FSE-Seitenentlüftung(en) jeweils mit Schnellverbindungen montierbar (mechanisch, elektrisch und eventuell für Kühlwasseranschlüsse);
  • FSK-Strangkopf. Er ist kompakt und mit Schwenkscharnier ausgerüstet. Auf Wunsch auch mit patentierter Bogendüse für spezielle Einsatzfälle.

Der FED 34 MTS-Extruder von Feddem arbeitet mit drei gravimetrisch dosierten Materialströmen und Metallabscheider im Hauptstrom. Er gilt als eins der Highlights beim diesjährigen Fakuma-Auftritt des Unternehmens.
Der FED 34 MTS-Extruder von Feddem arbeitet mit drei gravimetrisch dosierten Materialströmen und Metallabscheider im Hauptstrom. Er gilt als eins der Highlights beim diesjährigen Fakuma-Auftritt des Unternehmens.
(Bild: Feddem)

Thermoplastische Langfasergranulate durch Pultrusion herstellen

Die LFT-Pultrusionslinien zur Herstellung von langfaserverstärktem Thermoplastgranulat (LFT-G-Langgranulat) gibt es bereits mehrere Jahre. Feddem habe nun einen neuen Blick auf die Details der Anlagenkomponenten geworfen, um Leistung, Qualität und Handhabung zu verbessern. Das Ergebnis sind sowohl engere Toleranzen in Sachen Fasergehalt im Granulat als auch eine bessere Wiederholgenauigkeit der Materialeigenschaften des LFT-Compounds, bei unterschiedlichen Anlagen und Anlagengrößen mit Abzugsgeschwindigkeiten von maximal 60 Metern pro Minute.

Ermöglicht wurde diese Optimierungen vor allem durch den Einsatz eines patentierten, modularen Imprägnierwerkzeuges. Der Extruder zur Schmelzeaufbereitung ist dazu parallel zu der Roving-Strecke aufgestellt, was auch noch Platz spart, betont der Fakuma-Aussteller. Alle Wartungszugänge der einzelnen Anlagenkomponenten sind so ausgelegt, dass ein direkter und schneller Zugang ermöglicht wird. Das maximiere die Anlagenverfügbarkeit.

Extrudersysteme zum materialschonenden Upcycling

Um im Zuge der weltweiten Anstrengungen möglichst viel Kunststoff in einer Art Kreislauf in der Fertigung zu halten, rufen die Betroffenen immer öfter nach kompakten Anlagen, zur Aufbereitung von Produktionsabfällen, registriert Feddem. Bei solchen Upcycling-Anwendungen bewährten sich Doppelschneckenextruder mit FME-Mischelementen, im Hinblick auf die hohe Mischleistung und dem schonenden Verarbeitungsprozess, der hochwertiges Rezyklat liefere.

Das ist ein spezielles Feddem-Mischelement des Typs FME, mit dem man schonender compoundieren kann, wie es heißt. Die Vorteile ergeben sich aus der knetblockfreien Schneckengeometrie sowie aus einem geringeren spezifischen Energieeintrag respektive einer schoneneden Behandlung des Compounds, über die gesamte Verfahrenslänge hinweg.
Das ist ein spezielles Feddem-Mischelement des Typs FME, mit dem man schonender compoundieren kann, wie es heißt. Die Vorteile ergeben sich aus der knetblockfreien Schneckengeometrie sowie aus einem geringeren spezifischen Energieeintrag respektive einer schoneneden Behandlung des Compounds, über die gesamte Verfahrenslänge hinweg.
(Bild: Feddem)

Dabei können auch Additive eingearbeitet werden, die etwa die Viskosität und die Farbe des Rezyklats für eine Wiederverwendung wunschgemäß anpassen. Das Verfahrensteil könne außerdem mit vielen verschiedenen Verschleißschutzmöglichkeiten aufgewertet werden. Dabei kann der Platzbedarf meist auf ein Minimum reduziert werden, was bei der Aufstellung in der Produktionsumgebung von großem Vorteil sein kann. Und um Investitionshürden zu nehmen, vermittelt das Unternehmen auch Leasing-Angebote für kleinere Anlagen.

Ein umfassender Service ist selbstverständlich

Feddem bietet neben seiner Anlagentechnik auch eine breite Palette an Serviceleistungen an. Der Bogen spannt sich von der Vermessung von Verfahrensteilen bis hin zur Begutachtung des Gesamtzustandes einer Anlage, mit Empfehlungen für Instandhaltungsmaßnahmen.

Mittlerweile hat übrigens auch das Thema „Augmented Reality“ (AR) Eingang in den Feddem-Servicealltag gefunden – bis hin zur Inbetriebnahme einer Anlage auf einem anderen Kontinent aus der Ferne, heißt es. Feddem ist außerdem in Halle B2 vertreten. Dort präsentiert man mit Partnern alles, rund ums Thema Kunststofftypen.

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