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Hochkarätige Jury hatte die Qual der Wahl
Für den zweijährlich ausgeschriebenen Ferchau-Innovationspreis können sich Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Existenzgründer und Einzelpersonen aus technischen Branchen bewerben. Die eingereichten Produkte, Verfahren oder Prozesse müssen dabei überwiegend in Deutschland entwickelt worden sein und Relevanz für Umwelt und Gesellschaft aufweisen. Nachhaltige, innovative, marktfähige und technisch ausgereifte Projekte haben die beste Chance, sich bei der Jury-Bewertung durchzusetzen.
Preisträger sind in diesem Jahr:
1. Preis mit 10.000 Euro Preisgeld: Serielles Co-Sputtern – C2-Modul
Dr. Bernd Szyszka und sein neunköpfiges Team vom Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik in Brauchschweig haben ein Modul entwickelt, welches das Beschichten von Spezialgläsern für den Bau zum Beispiel von Häuserfassaden wesentlich zeit- und energieeffizienter macht als das herkömmliche Verfahren.
Durch das neuartige Modul kann in kürzerer Zeit mehr Beschichtungsmaterial aus einem Festkörper gelöst und auf die Glasscheibe aufgetragen werden. Das Ergebnis sind eine höhere Beschichtungsrate und eine effizientere Verwendung des Beschichtungsmaterials.
2. Platz mit 7000 Euro Preisgeld: Generative Fertigung von BLISKs für Flugtriebwerke
Die englische Abkürzung BLISK steht für „Blade Integrated Disk“, eine mit Schaufeln besetzte Scheibe, die beim Bau von Turbinen eingesetzt wird. Sie besteht zu Teilen aus teurem Titan und Nickel und wird gewöhnlich unter großem Materialverlust und hohem Energieeinsatz hergestellt.
„Das Team um Dr.-Ing. Ingomar Kelbassa aus dem Umfeld des Lehrstuhls für Lasertechnik der RWTH Aachen, dem Fraunhofer-Institut für Lasertechnik und der Rolls-Royce Deutschland hat sich erfolgreich das Ziel gesetzt, eine neue Fertigungstechnologie einzuführen, die eine ressourcenschonende, zeit- und kostensparende Fertigung erlaubt. Das Verfahren, welches dabei erarbeitet wurde, schafft neue Designmöglichkeiten ohne geometrische Restriktion und erschließt neue, kürzere und effizientere Prozessketten.
3. Platz mit 3000 Euro Preisgeld: Wet-green
Bei der konventionellen Herstellung von Leder kommen schwermetallhaltige und petrochemische Gerbstoffe zum Einsatz, von denen bei unsachgemäßer Anwendung gesundheitliche Gefahren und erhebliche Umweltbelastungen ausgehen können.
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