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Thermacut / Microstep

Festkörperlaser-Schneidkopf mit Autofokus verbessert die Qualität

| Autor / Redakteur: Walter Lutz / Frauke Finus

Beim neuen Laserschneidkopf Extrabeam Pro von Thermacut kann der Laserstrahl frontseitig bequem justiert werden.
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Beim neuen Laserschneidkopf Extrabeam Pro von Thermacut kann der Laserstrahl frontseitig bequem justiert werden. (Bild: Thermacut)

Mit dem Extrabeam Pro stellte Thermacut jüngst seinen Festkörperlaser-Schneidkopf mit Autofokus vor. Auf der Euroblech in Hannover zeigte Microstep die neue Laserbearbeitungsmaschine MSF Compact mit dem Schneidkopf aus dem Hause Thermacut, der unter anderem sehr wartungsfreundlich ist.

Die Microstep-Firmengruppe mit ihren Hauptsitz in Bratislava zählt zu den weltweit führenden Herstellern CNC-gesteuerter Schneidsysteme. Mehr als 600 Microstep-Mitarbeiter betreuen weltweit rund 2500 Kunden. Microstep entwickelt und produziert für seine Kunden Plasma-, Autogen-, Laser- und Wasserstrahl-Schneidsysteme – von kleinen CNC-Anlagen für Schulen und Werkstätten bis hin zu maßgeschneiderten Fertigungsstraßen für Stahlcenter, Schiffswerften oder die Automobil- und Luftfahrtindustrie.

Aktuelle Laserkopf-Entwicklung überzeugt

„Dabei kombinieren wir modernste Technologien und Verfahren, um komplette Lösungen für die Bearbeitung von Blechen, Profilen, Rohren und Behälterböden anbieten zu können“, erklärt Matthias Korn, Entwicklungsingenieur bei Microstep. „Bei der Entwicklung unserer neuen Maschinenserie MSF Compact waren wir auf der Suche nach einen passenden Schneidkopf. Dieser Laserkopf sollte technologisch auf der Höhe der Zeit sein, ein gutes Servicekonzept aufweisen, gute Schneidergebnisse erzielen, Sensoren zur Schneidkopfkontrolle besitzen sowie ein gutes Preis-Leistungsverhältnis aufweisen“, beschreibt Korn einen Teil des Pflichtenheftes. „Da kam die aktuelle Laserkopf-Entwicklung von Thermacut gerade zum richtigen Zeitpunkt.“ So kam es zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Microstep und Thermacut mit dem Ziel, schnellstmöglich eine marktfähige Lösung zu realisieren.

Systemintegrator kann Laseroptik selbst tauschen

In der Tat bringt das Thermacut-Konzept echte Vorteile: Weniger Teile, weniger Dichtstellen, die Überwachung von besonders kritischen Bereichen innerhalb des Kopfes und das Servicekonzept überzeugten die Microstep-Fachleute. „Vor allem das Servicekonzept passt ideal zu unserer neuen Maschinenserie, da es uns die Möglichkeit gibt, die komplette Maschine im Servicefall zu betreuen, was auch immer mehr von unseren Kunden gefordert wird“, erklärt Matthias Korn. Denn damit kann der Servicetechniker – nach Schulung – bei Bedarf den Wechsel der fokussierenden Laseroptiken in einer Flowbox selbst vornehmen. „Der Anlagenhersteller braucht also den Laserkopf nicht mehr zum Hersteller einzuschicken, was oft mit langen Reparaturzeiten des Kopfes verbunden war“, weiß Matthias Korn. Dadurch ist eine teure Bevorratung von Ersatzköpfen nicht mehr nötig. Und auch bei der Bedienung punktet der Extrabeam Pro: „Über die frontal bedienbare Strahljustage gelingt die achsgetreue horizontale Einstellung sehr einfach, präzise und reproduzierbar“, sagt Korn.

Autofokus-Funktion verbessert Qualität

Den Extrabeam-Pro-Schneidkopf hat Thermacut in Kooperation mit Scansonic aus Berlin, eines der führenden Unternehmen im Bereich Laserschweißen und Laserlöten, entwickelt. Der Schneidkopf ist geeignet für moderne, leistungsstarke Laserschneidmaschinen, die mit einer Festkörperstrahlquelle ausgestattet sind. Der Extrabeam Pro operiert im Wellenlängenbereich von 1030 bis 1130 nm und kann mit Laserleistungen von bis zu 8 kW betrieben werden. Seine Autofokus-Funktion verbessert das Einstechen ins Material und erhöht damit die Schneidqualität deutlich.

Unanfällig für Temperaturdrifts

Extrabeam Pro arbeitet mit einer Kollimationsbrennweite von 100 mm sowie Fokussierbrennweiten von 125 mm, 150 mm, 175 mm oder 200 mm. Der max. Schneidgasdruck liegt bei 25 bar. Er verfügt über eine hohe mechanische Abdichtung inklusive der Dichtungsüberwachung „Smart Protection“ zum Schutz der optischen Komponenten. Im Gegensatz zu anderen marktüblichen Systemen ist die kapazitative Abtastung vom Extrabeam Pro nicht anfällig für Temperaturdrifts. Somit ermöglicht der neue Laserschneidkopf von Thermacut präzise Abstandsmessungen. Selbst bei hohen Strahlleistungen und langen Einsatzzeiten ergibt sich ein stabiler Abstand zum Werkstück und damit bessere Schneidergebnisse.

Matthias Korn: „Da Thermacut die teure Elektronik bewusst minimiert hat, lässt sich der Sensoreinsatz als crashrelevantes Bauteil zu geringen Ersatzteilkosten ersetzen. Und der Hersteller liefert Verschleißteile und Optik aus einer Hand. Das überzeugt uns.“ Die Zusammenarbeit mit Thermacut bei der Systemintegration der MSF Compact lief reibungslos. „Vor allem von der Geschwindigkeit, mit der dieses Projekt vorangetrieben wurde, waren wir beeindruckt. Unsere Wünsche wurden stets konstruktiv diskutiert. Ich denke, dass man an dem Kopf sehr gut sehen kann, dass dort viele aktuelle Anforderungen von Anwendern der Lasertechnologie eingeflossen sind“, zeigt sich Matthias Korn zufrieden. Auch von Thermacut-Seite wird die Kooperation mit Microstep gelobt. „Die Zusammenarbeit mit Matthias Korn und seinen Kollegen war von Beginn an sehr offen und konstruktiv. So konnten wir bereits den Prototypen unter Produktionsbedingungen testen, um den Extrabeam Pro nach den tatsächlichen Marktbedürfnissen zu optimieren“, sagt Ingo Hollberg, verantwortlicher Produkt-Manager bei Thermacut. Daher konnte die Markteinführung der neuen Microstep-Anlage MSF Compact pünktlich zur Euroblech starten.

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