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Plasmaschweißen

Filigrane Schweißarbeiten mit dem Mikroplasmabrenner

| Redakteur: Peter Königsreuther

Heißer als die Sonnenoberfläche ist der taillierte Plasmalichtbogen der neuen Microplasma von EWM. Feinste Schweißarbeiten an Materialien ab einer Stärke von 0,1 mm sind damit exakt und prozesssicher ausführbar – von der Foliebearbeitung bis zur Herzkathetherfertigung.
Heißer als die Sonnenoberfläche ist der taillierte Plasmalichtbogen der neuen Microplasma von EWM. Feinste Schweißarbeiten an Materialien ab einer Stärke von 0,1 mm sind damit exakt und prozesssicher ausführbar – von der Foliebearbeitung bis zur Herzkathetherfertigung. (Bild: EWM)

Heißer als die Sonne: für Schweißarbeiten an Materialien ab 0,1 mm Stärke bietet EWM das Plasmaschweißgerät Microplasma an.

In drei Leistungsvarianten bietet EWM die neue Microplasma an. Die Stromstärke für den Plasmalichtbogen ist in feinen 0,1-A-Schritten justierbar, und zwar von 0,3 bis 20, 50 oder 100 A, heißt es. Das ist je nach Gerät unterschiedlich. Die Vorteile der Plasmas im Vergleich zum WIG-Schweißen seien der einstellbare Pilotlichtbogen, der für eine 100-%ige Zündsicherheit sorge und der besonders stark eingeschnürte Plasmalichtbogen, der seine Energie so konzentriert, dass er eine maximale Temperatur von 22.000 °C ( rund 3,5 mal heißer als das Sonnenäußere!!!) erreicht. Die wassergekühlten Plasmabrenner bringen diese Power exakt auf einen gewünscht großen Punkt des Werkstücks, so EWM. Mit den verschiedenen dimensionierten Plasmadüsen ließe sich der Bereich der Wärmekonzentration genau definieren.

Bis zu 100 Schweißjobs frei einstellen und speichern

Der Pilotlichtbogen ist eine Besonderheit des Plasmaschweißens, so EWM. Er ionisiert außerdem den Bereich zum Werkstück, woraus sich das sichere Zünden des Hauptlichtbogens erklärt. Das ist ein wichtiger Pluspunkt, insbesondere für teilmechanisierte und automatisierte Fertigungssysteme mit der Anforderung reproduzierbare Ergebnisse zu liefern. Der Pilotlichtbogen-Strom kann an vier Arbeitspunkten auf den Schweißprozess angepasst werden (vor, während und nach dem Schweißen, sowie in Schweißpausen). Dabei lässt sich der Strom zwischen 2 und 15 A einstellen. Zur Bedienung setzt EWM auf die neueste digitale Steuerung Comfort 2.0 mit visualisierten Plasma-Schweißablaufparametern. Sie erlaube, dass man bis zu 100 Jobs frei einstellen könne. Voreingestellt sind bereits alle Standardarameter – sowohl für das Plasma- als auch für das WIG- und Pulsschweißen. Mit Automatikpuls passt sich die Pulsfrequenz automatisch der Schweißstromstärke an, betont der Hersteller.

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In der Medizinbranche schon ein Erfolgssystem

Die neue und serienmäßig mitgelieferte Gasdosiereinheit erleichtere den Praxisalltag ebenfalls. Durch die feinstufige Einstellbarkeit über das Drehrad lässt sich die Gasmenge sehr präzise regulieren. Dadurch reduziert sich der Gasverbrauch und Nahtqualität und Wirtschaftlichkeit werden verbessert, wie EWM erklärt.

Sowohl die Hand- als auch die Automatenbrenner sind besonders handlich konzipiert. Ihr Aufbau erlaube es damit präzise zu arbeiten und gewährleiste eine effiziente Wärmeabfuhr. Die, wie es weiter heißt, durchdachte Kühlung erhöht nicht zuletzt die Standzeiten der Verschleißteile. Zum Anwendungsspektrum für die Microplasma äußert sich EWM folgendermaßen: Folien, Triebwerkskomponenten, Membrane, Siebe oder Filter aus niedrig- und hochlegiertem Stahl sowie Elektro- und Thermoelemente aus Bimetall können exakt geheftet und geschweißt werden. Und in der Fertigung von Herzkathetern für medizinische Eingriffe komme die Microplasma-Technologie von EWM bereits seit langem zum Einsatz.

Vernetzungsfähig und leicht zu bewegen

Typisch für EWM-Systeme sei der durchdachte, modulare Aufbau der Microplasma und die kompakte Stromquelle lässt sich etwa werkzeuglos mit der Kühleinheit verbinden. Für mechanisierte Dauereinsätze ist ein Hochleistungs-Kühlaggregat optional erhältlich. Per Trolly-Einsatz kann die Microplasma samt Zubehör bequem und muskelschonend zum Ort des Geschehens gefahren werden. Nicht zuletzt hat er eine Abstellfläche auf der die Plasmagas- und die Schutzgasflasche sicher platziert werden können. Außerdem sei sie besonders niedrig angeordnet, was den Flaschenwechsel erleichtern soll. Zahlreiche Schnittstellen der Microplasma erlaubten den Anschluss von Zubehör wie etwa Fernstellern. Über ein externes Gateway lässt sich das Gerät digital mit dem Schweißmanagementsystem „ewm Xnet 2.0“ vernetzen. Die Energieversorgung der Microplasma erfolgt über einen einfachen 230-V-Netzanschluss und bringt so maximale Alltagstauglichkeit ins Fügespiel.

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