Laserhärten Flexibel konfigurierbares Robotersystem härtet mobil oder stationär

Redakteur: Peter Königsreuther

Das weltweit erste modulare Laserhärtungssystem, das von Alotec Dresden entwickelt wurde, heißt Alohybrid. Es soll vor allem Lohnfertigern zur Hand gehen.

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Alotec Dresden hat was Neues! Und zwar die weltweit erste Laseranlage, die sowohl stationär als auch mobilisiert, wie hier, die Materialbearbeitung in Sachen Oberflächenhärten übernehmen kann.
Alotec Dresden hat was Neues! Und zwar die weltweit erste Laseranlage, die sowohl stationär als auch mobilisiert, wie hier, die Materialbearbeitung in Sachen Oberflächenhärten übernehmen kann.
(Bild: Alotec)

Die Roboteranlage arbeitet mit einer Diodenlaserleistung von 4 kW, was für das Härten und Auftragschweißen ideal ist, wie Alotec sagt. Das System kann wahlweise im Stammwerk oder direkt beim Kunden eingesetzt werden. Die modulare 10-Achs-Roboteranlage (bezogen auf das Gesamtsystem) ist dazu auch mit Bearbeitungsoptiken für beide Bearbeitungsprozesse ausgestattet, wie es weiter heißt.

Stationär? Mobil? In 4 h vollzieht man die Umwandlung!

Das Ganze soll leicht bedienbar sein, präzise arbeiten und in puncto flexible Prozessführung nichts zu wünschen übrig lassen. Der 6-sachsige Bearbeitungsroboter kann sich im stationären Betrieb auf einer Lineareinheit bewegen. Das zu bearbeitende Bauteil kann zusätzlich auf einer Dreh- oder einer Dreh-Kipp-Achse positioniert werden, wie der Hersteller erklärt. Für den mobilen Betrieb stehen ein per Funk fernsteuerbares Raupenfahrwerk mit einem 14 m messenden Aktionsradius um die Medienstation bereit, sowie bewegliche Laserschutzwände, erklärt Alotec zur mobilen Variante.

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Der Wechsel zwischen stationärer und mobiler Konfiguration dauere höchstens 4 h, weil ein Schnellwechselsystem beim raschen Austausch der Bearbeitungsoptiken helfe. Die mobile Konfiguration kann übrigens transportiert werden. Das macht ortsflexibel. Wie es weiter heißt, passt sie in zwei kleinen Container, weswegen sie auf allen Frachtwegen befördert werden kann – einschließlich Linienflug-Luftfracht.

Lohnfertiger profitieren in vielerlei Hinsicht

Den großen Pluspunkt sieht der Hersteller dann, wenn im raschen Wechsel Bauteile unterschiedlichster Dimensionierungen gehärtet oder beschichtet werden müssen. Denn mit dem Alohybrid steht dann ein einheitliches Konzept für den Maschinen-, Werkzeug- und Formenbau sowie verwandte Bereiche der Metallverarbeitung zur Verfügung. Und noch ein Vorteil ist unübersehbar: passt aufgrund eines zu hohen Gewichts oder seiner Größe Bauteil in keine übliche Anlage, kann es mithilfe der mobilen Alohybrid-Variante einfach außerhalb davon bearbeitet werden. Ist der Transport eines Bauteils ins Alotec-Stammwerk unmöglich oder viel zu teuer und zeitraubend, kommt der Alohybrid einfach zu Kunden – mit einer gewissen Vorlaufzeit, betont Alotec.

Diese Flexibilität komme insbesondere der Lohnfertigung zugute, denn der dort müsse ja nur noch in eine einzige Laseranlage investiert werden und man erreiche schnell eine optimale Anlagenauslastung. Anwender profitierten so von sinkenden Transportkosten und reduzierten Stillstandzeiten, weil auch Reparaturbeschichtungen schnell und einfach vor Ort appliziert werden könnten, oder neue Bauteile während der Einspannung in einer Fräs- oder Drehmaschine damit bearbeitbar seien.

Das Alohybrid-System ist ab sofort verfügbar, lässt der Hersteller wissen. Außerdem kann er durch weitere Module, wie etwa zusätzliche Bearbeitungsoptiken, ergänzt und optimiert werden. Zudem bietet Alotec umfassende Anwenderschulungen und natürlich After Sales Services an.

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