Blechfertigung

Flexibel und offen für alles, was mit Blechen und Rohren zu tun hat

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Und selbst das Krisenjahr 2009 hat das Unternehmen unbeschadet überstanden. „Wir hatten auch einen zweistelligen Auftragsrückgang, aber den konnten wir gut überstehen“, meint Kiefer. Dennoch hat ihn dieses Jahr darin bestärkt, dass er seinen Vertrieb weiter ausbauen möchte und dort kräftig investiert.

Seeger setzt klar auf Trumpf-Lasermaschinen

In der Fertigungshalle angekommen, stößt man unweigerlich auf die Laseranlagen. „Wir haben drei solcher Anlagen bei uns in Betrieb, über die vierte Maschine wird gerade verhandelt“, vermerkt Kiefer. Es handelt sich dabei um Laserflachbettmaschinen Trulaser 5040 der Marke Trumpf.

„Sehen sie da oben diese Kühlaggregate?“, fragt Kiefer. „Das sind Wärmetauscher, die mit unserem Geothermie-System gekoppelt sind. Damit können wir energiesparend und -effizient im Sommer kühlen und im Winter heizen. Für die drei Laseranlagen benötigen wir nur die Energie für zwei.“ 40 Bohrungen sind es, die bis 40 m in den sandigen Boden bei Lorsch ragen und die bereits vor dem Neubau, verkehrsgünstig direkt an der Autobahn A67, angelegt wurden.

Unternehmen auf Laserschneidteile spezialisiert

Mit den unter den Wärmetauschern stehenden Laserflachbettmaschinen macht Seeger den meisten Umsatz. Denn Laserschneidteile sind die Spezialität des Unternehmens. Dabei spielt es keine Rolle, ob Einzelteile oder Serienteile geschnitten werden.

Die Trulaser 5040 unterstützen Seeger durch die hohe Produktivität und den zuverlässigen Dauerbetrieb, der damit möglich ist. Dafür sorgen neben der Ein-Schneidkopf-Strategie die sicheren Schneidprozesse.

Gefüttert werden die Laserschneidanlagen mit den unterschiedlichen Blechformaten und Blechdicken, die aus einem riesigen Stopa-Lager kommen. „Das“, sagt Kiefer, „ist eine Investition für weiteres Wachstum. In der alten Halle hatten wir nur ein manuelles Storemaster-Schubladensystem.“

Laserschneiden bis 4 m Länge aus Stahl oder Aluminium

Was geschnitten wird, das erhält Kiefer von seinen Kunden vorgegeben. Dabei reicht es in vielen Fällen schon, wenn der Kunde eine Handskizze mitbringt. Und geschnitten wird alles bis 4 m Länge, was aus Stahl und Aluminium ist bis Blechdicken von 15 mm bei Alu und 25 mm bei Stahl und Edelstahl.

Wenn auch das Laserschneiden das starke Standbein bei Seeger ist, beherrscht man dennoch auch andere Fertigungstechniken aus dem effeff: „Stück für Stück haben wir unsere Möglichkeiten und Kompetenzen der Metallbearbeitung ausgebaut“, sagt Kiefer, „und können unseren Kunden heute genauso das Abkanten bis 4 m Länge, Biegen und Schweißen anbieten. Ja, wir fertigen mittlerweile sogar komplette Baugruppen für die verschiedensten Branchen, wie erneuerbare Energien, Medizintechnik, Fahrzeugbau oder Baumaschinen.“

Laserbearbeiter expandiert in die Umformtechnik

Trotz aller Erfolge, die der Jungunternehmer Kiefer mit der Seeger Lasertechnik GmbH erreicht hat, hat er die Bodenhaftung nicht verloren. Mittlerweile hat er auch noch einen kleinen Betrieb für Umformtechnik mit Stanzen, Ziehen und Drücken dazugekauft und er hat diesbezüglich noch weitere Pläne: „Hier sind wir ja im Hessischen“, sagt er, „aber ich möchte gerne noch einen Betrieb in Baden-Württemberg haben.“ Wen oder was er wo dabei im Auge hat, darüber wollte der agile Unternehmer verständlicherweise noch nicht sprechen.

Mit seinem Unternehmen ist Kiefer auch Mitglied im Verband deutscher Laseranwender – Blechbearbeitung (VdLB). Diese Gemeinschaft schätzt er sehr, „weil man dort mit Gleichgesinnten über ähnlich gelagerte Probleme reden und diskutieren kann“. Zusammenarbeit und Dialog mit den Kollegen im VdLB findet Kiefer äußerst fruchtbar. Der Wissens- und Problemaustausch ist für ihn durch nichts anderes zu ersetzen.

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