Ford lugt nach Spanien Ford will mit Geely in Valencia zusammenarbeiten

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Ford plant eine Zusammenarbeit mit dem chinesischen Volvo-Cars-Mutterkonzern Geely. Damit soll das Werk in Valencia besser ausgelastet werden, um Kosten zu sparen ...

Weil das Ford-Werk in Valencia nicht wirklich profitabel ist, will sich Ford mit dem chinesischen Autohersteller Geely zusammentun. Lesen Sie hier, was die beiden planen ...(Bild:  Ford)
Weil das Ford-Werk in Valencia nicht wirklich profitabel ist, will sich Ford mit dem chinesischen Autohersteller Geely zusammentun. Lesen Sie hier, was die beiden planen ...
(Bild: Ford)

Mit dem Ford-Werk Valencia gehe es bergab! Vor zehn Jahren arbeiteten dort noch etwa 8.000 Personen, jetzt nur noch die Hälfte. Aber durch die Zusammenarbeit mit Geely sollen an dem spanischen Ford-Standort fünf Automodelle gebaut und dazu ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden. Ford werde dann 66 Prozent an der neuen Firma halten und Geely den Rest. Man informiert außerdem, dass es um „Multi Energy“-Fahrzeuge gehen wird – also Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Valencia soll ein Produktions-Mekka der neuen Generation emissionsarmer und emissionsfreier Fahrzeuge für den europäischen Markt werden. Geely ist unter anderem durch den Kleinwagen Smart bekannt. Die Marke gehört je zur Hälfte Geely und Mercedes. Der chinesische Konzern möchte, wie es weiter heißt, mit der Zusammenarbeit mit Ford seine Expansion in Europa beschleunigen. Ford und Geely werden demnach ein Crossover-Modell aus der Taufe heben, das auf einer Geely-Plattform basiert und 2028 als Ford auf die Straße rollen soll. Die Produktion des kleinen Ford-Geländewagens Kuga soll unverändert weiterlaufen. Hinzu komme aber eine neue Europavariante des größeren US-Geländewagens Bronco. Beim Vertrieb und in puncto Markenstratgie will man aber jeweils eigene Wege gehen. Geely wiederum möchte in Valencia zwei Elektrogeländewagen herstellen. Damit würden die Chinesen erstmals in Spanien produzieren, wovon sie sich besseren Zugang zum EU-Markt versprechen, heißt es.

Die Valencia-Strategie wird Ford in Köln nicht benachteiligen

Der größte Standort von Ford Europa ist bekanntlich in Köln, wo zwei Elektroautos gefertigt werden – und zwar die Modelle Explorer und Capri. Der US-Mutterkonzern hat zwar Milliarden in das deutsche Werk gesteckt, um es flottzumachen für das Stromer-Zeitalter. Doch der Verkauf der E-Autos liegt alles in allem aber unter den Erwartungen, wie bei anderen OEMs auch. Dem Kölner Werk und der dortigen Europazentrale wird auch schon seit Jahren eine Schrumpfkur nach der anderen verpasst. Schrittweise wurde Personal abgebaut, bestimmte Entwicklungsaufgaben wurden in die USA verlagert. Schon 2027 könnte Ford in Köln weniger als 8.000 Beschäftigte zählen. Legt Ford nun einen neuen Fokus auf Hybridfahrzeuge aus Spanien und verliert es damit ein Stück weit das Interesse an Köln? Ford-Manager Baumbick verneint das. „Die Valencia-Kooperation hat keine Auswirkung auf Köln. Die Kölner Elektromodelle sind ein entscheidender Teil unseres Portfolios“, so Baumbick dazu.

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