Werk startet Ford baut seine Batterien lieber selber

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Ford in Köln hat jetzt mit der Batteriemontage begonnen. Allerdings kommt man nicht ohne Volkswagen-Know-how aus.

Ford erhofft sich unter anderem von der E-SUV-Variante des Capri mehr Markterfolg. Damit möglichst viel Expertise in den eigenen Händen liegen kann, montieren die Kölner nun die Batterien für den Boliden selbst.(Bild:  Ford)
Ford erhofft sich unter anderem von der E-SUV-Variante des Capri mehr Markterfolg. Damit möglichst viel Expertise in den eigenen Händen liegen kann, montieren die Kölner nun die Batterien für den Boliden selbst.
(Bild: Ford)

Ford Deutschland hat sein Kölner Batteriemontagewerk offiziell eröffnet, wie jetzt bekannt wurde. Die Batterien werden demnach in die im vergangenen Jahr gestarteten Ford-Elektroauto-Modelle Explorer und Capri eingebaut. Doch zentrale Bauteile für diese Fahrzeuge müssen von Volkswagen beigesteuert werden, wie es weiter heißt. Denn die Wolfsburger hatten die Batteriemontage bis Ende 2024 übernommen. In der Anlaufphase des Batteriewerks macht das Ford aber schon seit Jahresbeginn selbst. Nun beginnt demnach die Serienproduktion. Rund 180 Angestellte arbeiten im Batteriewerk von Ford, unterstützt von 190 Robotern, die schweißen, kleben und schrauben, um Batteriegehäuse zusammenzubauen. Auf der rund zwei Kilometer langen Fertigungslinie werden den Angaben nach 2.775 Einzelteile zu einer Antriebsbatterie zusammengesetzt.

Die goldenen Zeiten à la Ford-Fiesta sind vorbei

Ford ist allerdings bekanntlich auch in einer schwierigen Phase. Denn das Autogeschäft des US-Konzerns in Deutschland ist schon lange defizitär. Pläne für einen Jobabbau führten deshalb vor Kurzem zum ersten Streik in der Ford-Historie. Momentan habe Ford noch etwa 11.500 Stellen in Köln auf der Liste. Doch bis Ende 2027 sollen es 2.900 weniger sein. Und 2018 waren es übrigens noch 20.000. Die beiden neuen Elektroautos führten allerdings bisher nicht der erhofften Erfolg herbei, wie es weiter heißt. Immerhin: In den vergangenen Monaten entwickelte sich der Verkauf aber positiv, denn im Mai wurden in Deutschland laut Kraftfahrt-Bundesamt 12,9 Prozent mehr Ford-Autos neu zugelassen als im Vorjahresmonat. Der Marktanteil von Ford lag bei bescheidenen 3,7 Prozent und damit deutlich niedriger als zu den Zeiten, als die Kölner mit Kassenschlagern wie dem Fiesta noch eine große Nummer am Pkw-Markt waren. Nachdem Ford 2023 den letzten Fiesta vom Band laufen ließ, gab es keinen Nachfolger mehr – auch nicht im Elektrosektor.

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