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PLA-Abfälle

Forschungsarbeit zum Recycling von biobasierten Kunststoffen

| Redakteur: Rebecca Vogt

Biobasierte Kunststoffe nehmen einen immer größer werdenden Anteil im Markt ein – insbesondere als Materialien für die Verpackung. Gleichzeitig steigt so aber die Abfallmenge, die aus diesen Kunststoffen entsteht, kontinuierlich an. Ein vom Bund gefördertes Verbundvorhaben hat sich daher mit nachhaltigen Verwertungsstrategien für Produkte und Abfälle aus biobasierten Kunststoffen beschäftigt.

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Darstellung der Stoffströme im PLA-Kreislauf.
Darstellung der Stoffströme im PLA-Kreislauf.
(Bild: Fraunhofer Umsicht)

Die steigende Anzahl an biobasierten Produkten stellt die etablierten Recyclingsysteme vor neue Herausforderungen. Viele Abfallentsorger befürchten, dass biobasierte Kunststoffe die Verwertungswege stören könnten. Bisher gibt es dazu allerdings nur wenige fundierte Untersuchungen, wie das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (Umsicht) mitteilt. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat daher ein Verbundvorhaben gefördert. Jetzt hat diese Verbundgruppe Empfehlungen für die abfallwirtschaftliche Behandlung von Biokunststoffen vorgelegt.

Möglichkeiten für das Recycling abwägen

Insbesondere im Bereich der Verpackungen steigen Anzahl und Vielfalt von Produkten aus biobasierten Kunststoffen seit Jahren kontinuierlich an. Auch die weiteren Marktprognosen sind überaus positiv. Biobasierte Kunststoffe werden in Zukunft zu einem mengenmäßig relevanten Bestandteil der Wirtschaftskreisläufe werden. Auch wenn das Recycling von biobasierten Verpackungen aufgrund fehlender Masse derzeit noch nicht rentabel ist, müssen heute schon die Möglichkeiten für das werkstoffliche Recycling ausgelotet werden. Nur so kann zukünftigen Verwertungserfordernissen begegnet werden.

Das BMEL hat zwischen 2014 und 2017 acht Partner aus Wissenschaft und Industrie gefördert, die sich mit „Nachhaltigen Verwertungsstrategien für Produkte und Abfälle aus biobasierten Kunststoffen“ beschäftigen:

  • Fraunhofer-Institute für Angewandte Polymerforschung (IAP), für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV), für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (Umsicht) sowie für Holzforschung (WKI)
  • Hochschule Hannover, IfBB – Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe
  • Knoten Weimar GmbH
  • Technische Universität Chemnitz, Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung (SLK)
  • Bösel Plastic Management GmbH

Hauptziel der Forschungsarbeiten war es, Strategien für ein werkstoffliches Recycling von industriellen und Post-Consumer-Abfällen aus biobasierten Verpackungen im etablierten Kunststoff-Verwertungssystem zu erarbeiten. Der Fokus lag dabei auf Verwertungsoptionen für den biobasierten Kunststoff Polymilchsäure (PLA). Der Kunststoff gehört zu den chemisch neuartigen Biokunststoffen und wird häufig im Verpackungsbereich eingesetzt. Die Entsorgungsbranche äußert allerdings immer wieder Bedenken, dass PLA das etablierte Kunststoffrecycling stören könnte.

Neuregelung des Verpackungsgesetzes im Jahr 2019

Für ein getrenntes PLA-Recycling gibt es verschiedene Optionen, wie die Verbundpartner mit ihren umfassenden Arbeiten zeigen konnten. Die wichtigsten Ergebnisse ihrer Forschung haben sie in einem Ergebnispapier „PLA-Abfälle im Abfallstrom“ zusammengefasst. Es liefere eine gute Grundlage für die Einbindung von PLA-Abfällen in die etablierten Recyclingströme und komme genau zum richtigen Zeitpunkt, heißt es von Fraunhofer. Denn zum 1. Januar 2019 wird eine Neuregelung des Verpackungsgesetzes in Kraft treten, mit der unter anderem eine verstärkte Verwendung von Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen angestrebt wird.

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