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Planfräser Fräsen Sie nur, oder saugen sie schon?

Redakteur: Peter Königsreuther

Ceratizit präsentiert den Planfräser Maximill SEC12. Er erzeugt bei seiner Rotation einen effektiven Sog, der Späne in tieferen Werkstückregionen erfasst und beseitigt. So geht's...

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Jetzt schon kennenlernen, kaufen ab Oktober! Maximill SEC12 heißt ein neuer Ceratizit-Planfräser, der auch saugen kann! So bleiben Bauteil-Innenräume spanfrei.
Jetzt schon kennenlernen, kaufen ab Oktober! Maximill SEC12 heißt ein neuer Ceratizit-Planfräser, der auch saugen kann! So bleiben Bauteil-Innenräume spanfrei.
(Bild: Ceratizit)

Fräsen ich nur, oder sauge ich schon? Das sollten sich alle fragen, die Kurbelgehäuse oder Zylinderköpfe planfräsen müssen, wie Ceratizit meint. Denn beim konventionellen Planfräsen von Kurbelgehäusen und Zylinderköpfen fallen Späne in die sogenannten Wasserräume und verklemmen sich dort oft so, dass sie mit dem späteren, automatisierten Waschprozess nicht komplett beseitigt werden können. Das heißt, sie müssen in mühsamer, aufwendiger Handarbeit entfernt werden. Wenn das nicht gelingt, wandert das Bauteil auch noch als Ausschuss quasi in die „Tonne“.

Der neue PKD-Planfräser Maximill SEC12 (Suction Effect Cutter mit Schneidplattengröße 12) mache aber ein für allemal Schluss mit diesem Problem – das spart Zeit und Kosten! Der Clou: durch Schneidplatten mit eingeschliffener Spanabfuhrkerbe und deren ausgeklügelter Anstellung im Fräsergrundkörper entwickelt das Werkzeug in Rotation gebracht, einen Sog, der die Problemspäne sicher vom Bauteil abführt. Der Abstrahlwinkel von der Planfläche beträgt etwa 30°, wodurch so gut wie kein Span ins Bauteilinnere eindringen kann, erklärt Ceratizit weiter. Unterstützt wird die Spänebeseitigung vom Kühlschmierstoff, der speziell geführt wird und so entsprechenden Druck hinter den Spänen ausübt.

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Vergleichsweise hohe Standzeit mit Schnittgeschwindigkeits-Plus

Darüber hinaus hat der neue Maximill SEC12 noch weitere Vorteile zu bieten. Entscheidend dafür ist unter anderem sein modularer Aufbau (er besteht nämlich komplett aus lagerhaltigen Standardkomponenten), der Werkzeugversionen für jeden Bedarf zulässt, wie es heißt. Der Fräser ist aus einer Fräsaufnahme in HSK-A63, -A80 oder -A100-Ausführung aufgebaut, der den jeweiligen Grundkörper des Aufsteckfräsers aufnimmt. Diese stehen in Durchmessern von 50 Z6, 63 Z8, 80 Z10, 100 Z12, 125 Z14 und 160 Z18 mm zur Verfügung. Daraus resultierten ideale und wirtschaftliche Zerspanungsgebnisse. Weitere Größen und Varianten sind kundenindividuell auf Anfrage machbar.

Die PKD-bestückten Schneidplatten zeichnen sich laut Hersteller durch sehr hohe Standzeiten aus, die über dem marktüblichen Standard liegen. Sie lassen außerdem Schnittgeschwindigkeiten bis 3500 m/min zu. Finessen in der Geometrie der Schneidplatte lassen hohe Vorschubwerte von 0,1 bis 0,2 mm pro Zahn zu. Die Zähnezahl sei optimal auf die Leistung der am Markt gängigen Bearbeitungszentren abgestimmt. Ceratizit bietet fürs Schruppen zwei Varianten an: eine bis 8-mm-Zustellung und eine, durch geringeren PKD-Einsatz, etwas günstigere Type für maximal 4-mm-Zustellung. So kann man sich das für die jeweilige Anwendung und Maschine optimale Werkzeug selbst konfigurieren.

Ein Einsatzbeispiel, das beeindruckt:

Der „Sogfräser“ Maximill SEC12 bringt nachweislich überzeugende Ergebnisse im Einsatz – beispielsweise beim dreiseitigen Planfräsen eines Kurbelgehäuses aus AlSi7MgCu0,5. Verwendet wurde dabei die Variante mit 125 mm Durchmesser (12 Zähne). Hier die wichtigsten Schnittdaten:

  • Schnittgeschwindigkeit Vc = 2355 m/min
  • Zahnvorschub fz = 0,2 m/min
  • Vorschubgeschwindigkeit Vf = 14400 mm/min
  • Schnitttiefe ap = 5 mm
  • Schnittbreite ae = 80 %

In dieser Konstellation, betont Ceratizit, können bewiesenermaßen 40.000 Kurbelgehäuse pro Bestückung bearbeitet werden – und das so gut wie spanefrei!

Einfach zusammengebaut – ohne Einstellaufwand

Der Zusammenbau des Maximill SEC12 ist wegen des Plug-&-Play-Konzepts recht einfach, heißt es. Selbst die Schneidplatten ließen sich wegen ihrer hohen Präzision ohne Einstellaufwand montieren. Für besonders hohe Qualitätsansprüche kann man die Werkzeuge durch Schwermetallschrauben am Fräserbund auch feinwuchten – bis zu einer Wuchtgüte G2.5, betont Ceratizit. Die daraus resultierende hohe Rundlaufgenauigkeit schont die Spindel, sorgt für höhere Standzeiten, vermindert Vibrationen und macht sogar beim Schruppen eine Oberflächengüte von circa Rz=20 µm möglich.

Ab Oktober ist das schrupptechnische Portfolio des neuen Maximill SEC12 lagerhaltig, wie der Hersteller informiert. Eine Produktreihe zum Schlichten werde demnächst folgen. Die bereits angesprochene Standardisierung der Komponenten bringt es in diesem Zusammenhang mit sich, dass die Werkzeuge permanent verfügbar sein werden und auch ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis winkt.

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