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Motek 2019 Fügesysteme zur Verarbeitung jeglicher Niettypen

| Redakteur: Nadine Schweitzer

In Nietsysteme kann eine Vielzahl von Sensoren integriert werden, um Betriebszustände überwachen und Korrekturen vornehmen zu können.

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Schliffbild einer Halbhohlstanzniet-Verbindung – solche klassischen Fügetechniken haben noch eine große Bedeutung.
Schliffbild einer Halbhohlstanzniet-Verbindung – solche klassischen Fügetechniken haben noch eine große Bedeutung.
(Bild: Tox Pressetechnik)

Das Unternehmen Tox Pressotechnik, das sich mit der Stiftung von Verbindungen und vor allem mit Verbindungen ohne „Stifte“ – „Nieten ohne Niet“ – einen Namen gemacht hat, weist anlässlich der Motek auch auf die große Bedeutungen von Nietverbindungen hin.

Dr.-Ing. Wolfgang Pfeiffer, der Geschäftsführer des Unternehmens, verdeutlicht den hohen Stellenwert der mechanischen Fügeverfahren trotz Laserschweißen anhand einiger Zahlen: „Bereits heute finden sich in einem Leichtbau-PKW sowohl an der Karosserie als auch an Komponenten mehrere tausend Nietverbindungen. In einer Linienfertigung mit circa 1000 Fahrzeugen pro Tag bedeutet dies, rund zwei Millionen Niete qualitäts- und prozesssicher setzen zu müssen.“

Sichere Nietverbindungen, hohe Anlagenverfügbarkeit, Adaptionsfähigkeit in Systeme, Prozess-Robustheit und intelligente Fehlervermeidung – das sind Dr. Pfeiffer zufolge die zentralen Forderungen der Automobil-Hersteller und deren Zulieferer, die Tox Pressotechnik zu einem gefragten Partner haben werden lassen. Ausgehend von der patentierten und weltweit angewandten Blechverbindungstechnik Tox-Clinchen stelle das Unternehmen fundiertes Knowhow zum Verbinden von mehreren Blechen durch „Nieten ohne Niet“ und durch die klassischen Nietverfahren zur Verfügung.

Die auf der Motek präsentierten Tox-Fügesysteme sind in „offener Architektur“ für die prozesssichere Verarbeitung unterschiedlichster Niettypen konzipiert und können Halbhohlstanzniet, Vollstanzniet, Clinchniete und Niete aller Hersteller verarbeiten.

Gegen Störungen seien die Systeme hochgradig abgesichert, sagt Dr. Pfeiffer: „Tox-Nietsysteme lassen Abrieb erst gar nicht ins System gelangen, und die spezielle Auslegung der Fördertechnik beim internen Transport der Niete sorgt für so wenig Abrieb wie möglich.“

Außerdem sind pro Tox-Fügesystem bis zu 80 Sensoren integriert, um Betriebszustände überwachen und im Bedarfsfall sofort Korrekturen vornehmen zu können.

Durch die Implementierung von Expertenwissen in die Prozessüberwachung wurde darüber hinaus erreicht, dass nur die „wahren“ Fehler zum Produktionsstopp führen.

Tox Pressotechnik GmbH & Co. KG auf der Motek 2019, Halle 4, Stand 4215.

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