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Arbeitsschutz Gefahrstoffe sicher lagern und handhaben

| Redakteur: Stéphane Itasse

In der heutigen Arbeitswelt sind Gefahrstoffe nicht nur notwendig, sondern sogar alltäglich. Sie begegnen uns bei vielen Arbeitsschritten, bei denen falsche Handhabung oder Lagerung gefährlich werden kann. Doch wo genau fängt die Gefahr an und wo hört sie auf?

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Brennbare Dämpfe bleiben im Experiment unter Kontrolle, können im Produktionsbetrieb aber schnell zu einer echten Gefahr werden. (Bild: Asecos)
Brennbare Dämpfe bleiben im Experiment unter Kontrolle, können im Produktionsbetrieb aber schnell zu einer echten Gefahr werden. (Bild: Asecos)

Was viele Mitarbeiter unterschätzen: schon Kleinstmengen an Gefahrstoffen sind gefährlich. Eine Spraydose hier, ein Ölkännchen da, eine Packung Kleber dazu – schnell hat man ein potenziell gefährliches Sammelsurium an Stoffen, von denen zusammen eine unterschätzte Gefahr ausgehen kann. Zum Beispiel genügt bei manchen Stoffen schon ein Funke, um weitreichende Reaktionen auszulösen.

Gewohnheit lässt Gefahren der Gefahrstoffe vergessen

Da die Stoffe schon zur Alltäglichkeit geworden sind und dazu noch in relativ kleinen und gängigen Gebinden auftreten, wird die Nutzung zur Gewohnheit. Deshalb werden häufig die möglichen Gefahren unterschätzt, die Risiken durch die häufige Nutzung der Stoffe vergessen.

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Doch wenn der Fall der Fälle eintritt und die Arbeitsmaterialien ihre gefährlichen Eigenschaften entfalten, sind die Auswirkungen oft verheerend: von Gesundheitsschädigung über großflächige Zerstörung der Arbeitsumgebung bis hin zum Verlust von Menschenleben. Wie weitreichend die Auswirkungen sind, ist abhängig von den jeweiligen Eigenschaften der Gefahrstoffe und davon, wie gut für diesen Fall vorgesorgt wurde. Die gefährlichen Eigenschaften von Stoffen und Stoffgemischen sind vielfältig. Eine einheitliche, sofort erkennbare Kennzeichnung ist deshalb wichtig.

Das sogenannte GHS, das Global Harmonisierte System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (siehe Bild 1 – siehe Bildergalerie), übernimmt diese Klassifizierung. Hinter jedem der verwendeten Symbole verbergen sich bestimmte Gefahrstoffklassen. Dabei sind die Eigenschaften der innerhalb der Klassen zusammengefassten Stoffe stets ähnlich, sodass jeweils konkrete Regelungen und Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden können.

Arbeitgeber muss Sicherheit der Mitarbeiter vor Gefahrstoffen gewährleisten

Fast jedem ist sicherlich mindestens eines dieser GHS-Symbole schon begegnet. Sie finden sich auf vielen Gebinden wieder. Nicht nur im Arbeitsalltag, sondern auch im privaten Haushalt werden Mittel genutzt, die zu den Gefahrstoffen gehören, beispielsweise Putzmittel. Während im Privaten jeder selbst für die sichere Aufbewahrung und den angemessenen Umgang mit Chemikalien sorgen muss, ist es im Unternehmen die Aufgabe des Arbeitgebers, die Sicherheit seiner Mitarbeiter zu gewährleisten.

Viele Gesetze, Verordnungen und Vorschriften regeln detailliert, wie die Arbeit mit und die Aufbewahrung von Gefahrstoffen erfolgen muss. Ziel ist der umfassende Schutz von Mitarbeitern und Umwelt. Bei fahrlässiger Handhabung von Gefahrstoffen haftet der Unternehmer – und noch dazu greift kein Versicherungsschutz.

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