Hochpräzision

Genauer fräsen, als man nachmessen kann

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Die drei Fräsprozessverbesserer im Detail:

Insbesondere die Mikrospalt-Hydrostatik gibt es im Werkzeugmaschinenbau nur bei Kern. In Kombination mit Linearmotoren läuft mit ihr alles dynamischer und die Anlage hat einen um rund 80 Prozent geringeren Energiebedarf als die herkömmlichen hydrostatischen Systeme. Gleichzeitig verbessern sich durch den schmalen Spalt die Steifigkeit und das Dämpfungsvermögen der Fünfachserin.

Als weiteres Highlight sind die relativ großen Linearmotoren zu nennen. Sie beschleunigen alle Achsen mit 2 g (also zweifache Erdbeschleunigung!). Ihre Eilganggeschwindigkeiten wird bis zum Maximum von 60 Metern pro Minute stets genau geregelt. Als besonders wichtig für die erfolgreiche Integration der Direktantriebe betrachtet Kern aber das neuartige Temperaturmanagement. Dabei werden die Linearmotoren aktiv temperiert und in das hydrostatische System integriert. Das verringere den Wärmeeintrag im Betrieb. Außerdem wir der Kühlmittelfluss sehr genau geregelt, indem ein Volumenstrom von maximal 200 Litern pro Minute durch Maschinenständer, Dreh-Schwenk-Achsen, Linearachsen und Spindel schießt. Das heißt, die Temperaturschwankungen im Maschinenraum pendeln sich schlimmstensfalls auf ± 0,05 °C ein.

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Bald kommt der duktile Schnittmodus für Keramik

Dabei spielt es keine Rolle, welche Werkstoffe zu fräsen sind, wie der Chef des Tiroler Betriebs feststellt. Innerbichler bearbeiten fast ausschließlich anspruchsvolle Materialien, wie Titan, Werkzeugstähle, pulvermetallurgische Stähle und seit Kurzem auch technische Keramiken (Siliziumcarbid oder Aluminiumoxide). Hier steckt noch einiges an Potenzial, glaubt man. Denn die Vorteile sind ihre extreme Härte, die Steifigkeit. Auch sind sie fast unverwüstlich bei hoher Wärme und Chemikalienangriffen. Temperaturleitfähig sind sie zum Teil auch noch.

Lediglich die hohe Sprödigkeit von Keramik, die ein paar Anwendungen ausschließt und die mechanische Endbearbeitung teuer macht, trüben die Aussichten. Eine Lösung für letzteres Problem scheint jedoch in Sicht, kann Kern beruhigen. Denn die Anwendungstechniker haben vor Kurzem einen duktilen Schnittmodus entwickelt. Mit seiner Hilfe fließe jetzt der Span beim Fräsen von Keramik und breche nicht mehr. Das vervielfacht die Abtragraten prozessstabil, wie Tests bewiesen haben, so Kern.

Klar, dass Innerbichler auch auf diesen neuen Schnittmodus für Keramik scharf ist.

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