Spritzgießsimulation

Genauere Faserabbildung verbessert die Konstruktion

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Die Rückkopplung wurde während der Entwicklung anhand von Füllstudien immer wieder überprüft und mithilfe ihrer Ergebnisse korrigiert. Die Vergleiche mit den Füllstudien verbesserten die Simulation hinsichtlich des Füllverhaltens dermaßen, dass auch für Bauteile mit hohem Faseranteil und mit unterschiedlichen Wanddicken realistische Ergebnisse gewährleistet werden.

Ein besonders gutes Beispiel für eine realitätsnähere Simulation ist die querorientierte Mittelschicht, deren Dicke bei vorhandener Rückkopplung realen Bauteilen entspricht. Bei fehlender Rückkopplung wird dagegen die Mittelschicht zu dünn dargestellt. Die exakte Abbildung der Mittelschichtdicke ist ein wesentliches Qualitätskriterium für die Güte der Faserorientierung, bestimmt sie doch unmittelbar die Steifigkeit des Bauteils.

Anisotrope Berechnung führt zur präziseren Konstruktion

Die anisotrope Berechnung in der Spritzgießsimulation, die sich durch die Rückkopplung zwischen der Faserorientierung und der Viskosität ergibt, hat für die gesamte Simulationskette Vorteile. Die Faserorientierung und die Eigenspannungen in den Bauteilen sowie die Lage der Bindenähte lassen sich an die strukturmechanische Simulation übergeben, womit deren Ergebnisse deutlich genauer sind als bei einer homogenen Betrachtung des Polymers. So werden die Bauteile in der FEM-Berechnung seltener überdimensioniert. Sie lassen sich deshalb präziser konstruieren, was letztlich Kosten und Material einspart.

Um die mechanischen Bauteileigenschaften zu bestimmen, werden alle mit der Software Sigmasoft berechneten Daten über die Schnittstelle Sigmalink exportiert. Die Daten werden dabei über einen Mapping-Algorithmus auf ein FEM-Netz übertragen, sodass sich alle strukturmechanischen Berechnungen in einem FEM-Programm durchführen lassen.

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