Nächster Coup Rheinmetall will reichweitenstarke Marschflugkörper bauen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Rheinmetall stehe in den Startlöchern, um Marschflugkörper mit recht großer Reichweite herzustellen, wie jetzt bekannt wurde ...

Rheinmetall macht die Pläne wahr, mit dem Unternehmen Destinus künftig Marschflugkörper zu bauen, wie hier einer davon zu sehen ist ...(Bild:  Destinus)
Rheinmetall macht die Pläne wahr, mit dem Unternehmen Destinus künftig Marschflugkörper zu bauen, wie hier einer davon zu sehen ist ...
(Bild: Destinus)

Noch in diesem Jahr wird Rheinmetall nach eigenen Angaben damit beginnen, Cruise Missiles für „Deep Strike“-Operationen in Unterlüß zu fertigen. Das bestätigte auch der Konzernchef Armin Papperger im Manuskript einer Rede, die er bei der Hauptversammlung am 12. Mail noch halten möchte. Im niedersächsischen Unterlüß steht nicht zuletzt das größte Werk von Rheinmetall. Dort arbeiten über 4.000 Personen. In puncto Marschflugkörper möchte Rheinmetall mit der niederländischen Rüstungsfirma Destinus zusammenarbeiten. Denn deren neues System namens Ruta 2 kommt mit einer Nutzlast von 250 Kilogramm auf eine Reichweite von 700 Kilometer. Für die Zielerkennung wird künstliche Intelligenz (KI) genutzt, wie man erfährt. Und das Vorgängermodell Ruta 1 sei schon erfolgreich gegen russische Ziele in der Ukraine zum Einsatz gekommen. Destinus stelle rund 2.000 Marschflugkörper im Jahr her. Mit Rheinmetall zusammen, könnte die Zahl nun deutlich steigen.

Donald Trump wird Europa keine Raketen mehr geben

Rheinmetall und Destinus hatten bereits im April bekanntgegeben, in der zweiten Jahreshälfte ein Gemeinschaftsunternehmen namens Rheinmetall Destinus Strike Systems gründen zu wollen. Es gehe dabei um die Herstellung fortschrittlicher Raketensysteme, die auch vermarktet und geliefert werden sollen. Aber auch ballistische Raketenartillerie sei ein Thema. Die niederländisch-deutschen Marschflugkörper könnten europäischen Nato-Staaten dabei helfen, der russischen Bedrohung eigene neue Waffensysteme entgegenzusetzen. Auf US-amerikanische Tomahawk-Mittelstreckenraketen wird Deutschland dabei wohl nicht mehr zählen können, heißt es weiter. Denn entsprechende Pläne zur Stationierung solcher Waffensysteme in Deutschland aus dem Jahr 2024 wird die US-Regierung von Präsident Donald Trump womöglich nicht verwirklichen. Deren Reichweite wird mit bis zu 2.500 Kilometer angegeben, was deutlich weiter als die maximale Reichweite von Marschflugkörpern ist.

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