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Datenverarbeitung Geschäftsrelevante Geodaten werden immer beliebter

Autor / Redakteur: Anke Roser / Peter Königsreuther

Dashboards sind nur ein Schritt, um Daten zu erhalten. Wie werden diese wirklich relevant für eine Fertigung und damit wertvoll? Diese Fragen könnten bald geschäftsrelevante Geodaten beantworten.

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Wie werden Daten wertvoll? Wie fließen digitale Informationen aus der Wekshalle, um relevanten Mehrwert zu liefern? Die Antwort heißt: Geodaten generieren...
Wie werden Daten wertvoll? Wie fließen digitale Informationen aus der Wekshalle, um relevanten Mehrwert zu liefern? Die Antwort heißt: Geodaten generieren...
(Bild: GFT Technologies)

Big Data, datenbasierte Geschäftsmodelle, Datensicherheit – in der digitalisierten Industrie dreht sich fast alles nur um Daten. Da gibt es Lieferdaten, Materialdaten, Konstruktionsdaten, Prozessdaten, Auslastungsdaten, Kundendaten und noch viele, viele mehr. Eine in der industriellen Fertigung noch recht neue, immer beliebtere Datenfamilie sind die Geodaten. Also die Informationen von sich bewegenden oder bewegbaren Objekten im Umfeld des Shopfloors zu ihren aktuellen Standorten.

Dafür brauchen die Objekte einen Sender, die Fabrikhallen (mindestens) einen Empfänger, um die Positionen ermitteln und aufzeichnen zu können. Was in der „Außenwelt“ dank GPS seit langem vereinheitlicht ist, ist in der Logistik- und Fertigungsindustrie noch ein großes Durcheinander: Ultrabreitband, RFID oder 5G sind nur einige der Lokalisierungstechniken, die hier Verwendung finden. Deshalb sind zwei Fragen relevant: Wie können all diese Daten einfach und einheitlich weiterverarbeitet werden? Und: Was bringen diese Daten überhaupt, wie werden sie businessrelevant?

Die erste Frage wird in Zukunft vermutlich leicht zu beantworten sein: 60 Industrieunternehmen haben sich zusammengeschlossen, um den neuen Ortungsstandard „omlox“ aus der Taufe zu heben. Sie bezeichnen ihn als den „weltweit ersten Ortungsstandard für die Industrie“. Dieser Tage wurde er der Öffentlichkeit vorgestellt. Nun darf und muss er sich im Industriealltag beweisen.

Omlox hilft Lieferketten komplett zu überwachen

Was kann „omlox“? Mit dem neuen Standard lassen sich verschiedene Lokalisierungstechnologien wie Ultrabreitband, RFID, 5G oder GPS kombinieren und über eine einheitliche Schnittstelle bereitstellen, so wie man es aus dem Konsumentenbereich von der USB- oder Bluetooth-Technologie kennt. Auf diese Weise können Industriebetriebe ihre Lieferketten komplett nachvollziehen und in einem durchgängigen System überwachen. Bisher gab es oft einen Bruch, wenn es vom Outdoor-Standard GPS in die Halle ging. Nun ist ein Übergang ohne Unterbrechung möglich – also „seamless“, wie es auf IT-Deutsch heißt. Gabelstapler, Drohnen, fahrerlose Transportsysteme oder Werkzeuge verschiedener Hersteller lassen sich millimetergenau mit nur einer Infrastruktur lokalisieren.

Die zweite Frage – wie werden diese Daten zum Businessfaktor – lässt sich am besten anhand eines der an der omlox-Entwicklung beteiligten Unternehmens aufzeigen. Für den IT- und Software-Dienstleister GFT Technologies SE ist die Ortungstechnologie so wichtig, dass sie explizit als Priorität in der Industrie-Strategie des Unternehmens verankert wurde (GFT ist „Gold Partner“ bei omlox). Vor allem die GFT Tochterfirma in-integrierte informationssysteme GmbH beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema Lokalisierung und hat bereits in der frühen Entwicklungsphase des neuen Standards die hauseigene IIoT-Plattform „sphinx open online“ kompatibel ausgerichtet.

Nur den Ort eines Objekts zu wissen, reicht nicht aus...

Der darin enthaltene Location Service liefert die Business-Logik, die die Arbeit mit Positionsdaten erst effektiv macht. Denn die alleinige Information, dass sich ein Objekt bei Koordinate XY befindet, schafft noch keinen großen Mehrwert. Erst wenn Bedingungen definiert und verarbeitet und in der Folge automatisch Aktionen getriggert werden, erhalten die Geodaten wirkliche Relevanz. Dann lassen sich beispielsweise Informationen wie benötigte Materialien pro Prozessschritt, deren Standorte und Zielpunkte verknüpfen, um ohne Zeitverlust Aktionen auszulösen, sobald die Produktionsvorbereitung komplett ist. Das kann sein, dass die Mitarbeiter zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit detaillierten digitalen Arbeitsanweisungen unterstützt werden oder dass der Produktionsschritt komplett automatisch startet.

Das Beispiel Werkzeugsuche soll das nun praktisch erläutern:

Der ganze Nutzen erschließt sich, wenn man die mögliche Optimierung Schritt für Schritt betrachtet. Deshalb beginnen wir hier mal mit Verbesserungsschritt Nummer eins: Wenn bekannt ist, wo sich ein Objekt befindet, kann das sehr praktisch sein, weil man es nicht suchen muss. Das heißt, dass den Mitarbeitern durch den Einsatz der Tracking-Technologie die aufwändige Suche nach Werkzeugen, Materialien und Fahrzeugen erspart bleibt. Die IoT-Plattform visualisiert die Position von bewegten Objekten in Gebäuden und in der Umgebung – das schont das Nervenkostüm und spart vor allem Zeit.

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