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Gewinde bohren und formen Gewinde herstellen per Hand oder mit der Maschine

Autor: Andrea Gillhuber

Ob per Hand oder mithilfe einer Werkzeugmaschine, Gewinde lassen sich auf verschiedene Arten herstellen. Aktuelle Werkzeuge und Geräte im Überblick.

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Durch bloßes Drücken und Ziehen wechselt der Anwender im Gewindebohrmodus bei laufendem Motor verschleißfrei die Drehrichtung.
Durch bloßes Drücken und Ziehen wechselt der Anwender im Gewindebohrmodus bei laufendem Motor verschleißfrei die Drehrichtung.
(Bild: Metabo)

Sitzt eine Schraube locker, gibt es viele mögliche Gründe. Entweder ist sie nicht fest angezogen, das Gewinde ist verschmutzt, verformt oder wurde nicht mit der nötigen Präzision gefertigt. Um ein Gewinde herzustellen, ist die Wahl des richtigen Werkzeugs von Bedeutung, für jedes Material gibt es das passende Werkzeug. Walter beispielsweise hat für alle Materialien der ISO-Werkstoffgruppen P, M, K, S und H bis 55 HRC einen neuen Gewindefräser auf den Markt gebracht.

Der T2711/T2712 mit Wendschneidplatten wurde für die Bearbeitung von Gewinden ab einem Nenndurchmesser von 24 mm konzipiert. Ausgestattet ist er mit mehrere Schneidreihen sowie einer einstellbaren Kühlmittelzufuhr mit radialem oder axialem Kühlmittelaustritt. Den neuen Fräser bestückte Walter mit eigens entwickelten Gewindefräsplatten mit je drei Schneidkanten, leichtschneidender Geometrie sowie mit einer speziellen Spanmulde für das Gewindefräsen. Mit ihm können Gewindetiefen bis zu 2,5 × DN sowie einem Steigungsbereich von 1,5 bis 6 mm realisiert werden.

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Aufgrund der parallelen Bearbeitung mehrerer Gewindeabschnitte bei hohen Schnittparametern werden mit dem Gewindebohren und –formen vergleichbare Bearbeitungszeiten erreicht. Als Vorteile zählt das Unternehmen die hohe Prozesssicherheit des Gewindefräsens sowie die Kostenvorteile eines Wendeschneidplatten-Werkzeugs auf.

Drei Funktionen in einer Maschine bietet Metabo mit dem GB 18 LTX BL Q I. Dabei handelt es sich laut Unternehmen um den ersten akkubetriebenen Gewindebohrer mit Bohr- und Schraubfunktion am Markt, mit dem sich Löcher bis 13 mm Durchmesser in Metall und nach einem Werkzeugwechsel Innengewinde schneiden lassen.

Die 18-V-Maschine treibt ein kollektorloser Elektromotor an, er sorgt für eine Drehzahl von 600 min–1 im ersten und 2050 im zweiten Gang.

Gewinde mit dem Akkubohrer fertigen

Das patentierte Gewindebohrfutter hat eine Vierkant­aufnahme für Gewindebohrer mit Größen M8 bis M12, die verhindert, dass die Bohrer durchrutschen und Werkzeug oder Werkstück beschädigen. In das Schnellspann-Gewindebohrfutter können neben dem Metabo-Quick-Sortiment zudem kleinere Gewindebohrer sowie zylindrische Bohrer mit Durchmessern von 1,5 bis 13 mm eingespannt werden.

Der Akkubohrer für die Industrie wechselt im Gewindebohrmodus bei laufendem Motor durch Drücken und Ziehen die Drehrichtung. In diesem Arbeitsbetrieb lässt sich das Drehmoment über das zehnstufige Stellrad einstellen. Dabei eignet sich das Gerät nicht nur zum Schneiden, sondern auch zum Reinigen von zuvor gebohrten und bereits lackierten Gewinden von Lack oder Pulverbeschichtungen.

Erhältlich ist die Maschine seit September diesen Jahres. Im Pick-und-Mix-System lässt sich das Gerät mit einem LiHD-Akkupack kombinieren.

Für die Verwendung in handgeführten oder mobilen Geräten entwickelte Dormer Pramet unter der Marke Dormer zehn neue Linien für Wartungs-, Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten, kurz: MRO. Die HSS-Gewindebohrer sind in Geradenut-, Schälanschnitt- und Spiralnutgeometrien für die Gewindetypen metrisch, metrisch fein und BSP (British Standard Pipe) verfügbar.

Die Gewinderbohrer mit gerader Spannut E784, E781 und E787 eigenen sich vor allem zum Gewindeschneiden von Gusseisen bis zu 1,5 × D in Blind- und Durchgangslochanwendungen.

Für verschiedene Werkstoffe eignen sich die Schälanschnittsbohrer E785, E782 und E788 sowie die Spiralnutbohrer E786, E783 und E789. Erstere zielen auf die Durchgangslochbearbeitung bis zu 2,5 × D, letztere auf die Grundlochbearbeitung ebenfalls bis zu 2,5 × D.

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