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Benötigen CFK-Werkzeuge spezielle Schutzschichten?
Prof. Barthelmä: Ja, denn die Schutzschichten bieten ein sehr großes Potenzial. Wir arbeiten hier aktuell in Sachen CFK an eigenen Entwicklungen auf dem PVD-Gebiet mit dem Ziel der verbesserten Spanabfuhr, geringere Temperaturentwicklung und verminderter Verschleiß.
Stammen auch schon aus der Automobilindustrie Forschungsaufträge in Sachen CFK?
Prof. Barthelmä: Ja, die gibt es. Die typischen Fragestellungen ranken sich in erster Linie um die Gesamtwirkung der Einflussgrößen. Außerdem geht es um Makro- und Mikrogeometrien, Beschichtungen, Vor- und Nachbehandlungen sowie um Wechselwirkungen mit bestimmten Materialien.
Was zeichnet aus der Sicht eines Werkzeugexperten die ideale CFK-Maschine aus, bedarf es einer Spezialmaschine?
Prof. Barthelmä: Zu achten ist bei einer derartigen Maschine besonders auf den kon-struktiven Aufbau, Werkzeug- und Werkstückspannung, Schwingungsverhalten, Spänetransport, Absaugung und Kühlung. In einer idealen Maschine arbeiten alle diese Komponenten optimal zusammen. Zu Spezialmaschinen: Sie müssen sich weiterentwickeln zu Serienmaschinen, denn nur so kommt es zu einer breiten Nutzbarkeit. Mein Motto: Nehmt von allem das Beste und baut daraus eine Serienmaschine!
Wo machen Sie sich in Sachen CFK schlau, welche Rolle spielt für Sie dabei die METAV, auf der es ja mit dem CFK-Valley eine Spezialausstellung geben wird?
Prof. Barthelmä: Dazu zählen außer Fachliteratur, Messen und die alltägliche Zusam-menarbeit mit Kollegen und Kunden. Die METAV sehe ich bei der Informationsbeschaffung als Glücksfall an, weil dort alle an Bord sind. Für eine Sonderschau wie das CFK-Valley spricht, dass sich nicht nur der Einsteiger schlau machen kann, sondern dass auch der Fortgeschrittene Anregungen für Weiterentwicklungen erhält.
* Das Interview führte Dipl.-Ing. Nikolaus Fecht, Fachjournalist aus Gelsenkirchen.
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