Elektrische Antriebe GMN beschleunigt Montage von kundenspezifischen Spindeln

Redakteur: Stefanie Michel

Durch das neue Montagecenter kann GMN die Durchlaufzeiten für kundenspezifische Spindeln und Antriebseinheiten verkürzen. Für die erforderliche Präzision und Sauberkeit bei Spindellagern sorgt ein Sauberraum zur Montage.

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Dr.-Ing. Edgar Verlemann, Geschäftsführer Technik, ist verantwortlich für das neue Montagecenter.
Dr.-Ing. Edgar Verlemann, Geschäftsführer Technik, ist verantwortlich für das neue Montagecenter.
(Bild: GMN)

Im letzten Jahr hat der Antriebstechnikhersteller GMN investiert und ein neues Montagecenter eröffnet. Damit konnten die Durchlaufzeiten beim Zusammenbau der Antriebseinheiten je nach Modelltyp auf drei bis 10 Tage verkürzt werden. Auf 1.300 m² werden neben Neuspindeln für Schleif- und Fräsmaschinen auch Generatoren, Kompressoren sowie Antriebsmotoren für den Maschinen- und Anlagenbau montiert. Außerdem können Reparaturaufträge im Montagecenter bearbeitet werden. Beschäftigt sind momentan 35 Mitarbeiter im Einschicht-Betrieb. Bei Bedarf kann die Abteilung auf 50 Arbeitsplätze erweitert werden.

Einbau der Spindellager im Reinraum

Spindeleinheiten fertigt GMN zu rund 60 Prozent nach den spezifischen Anforderungen seiner Kunden. Die durchschnittliche Losgröße liegt bei fünf Stück, in den vergangenen Jahren stieg die Produktion auf bis zu 6.000 Einheiten pro Jahr. Das neue Montagecenter trage dazu bei, die Auftragsfertigung bei den besonders wachstumsstarken kundenspezifischen Produkten zu vereinfachen, zu flexibilisieren und zu beschleunigen. „Beim Einbau der GMN-Spindellager in unsere Komponenten waren höchste Präzision und Sauberkeit Kernpunkte des neuen Montagekonzeptes“, erklärt Technik-Geschäftsführer Dr.-Ing. Edgar Verlemann. Daher entschied sich GMN für die Montage aller Komponenten in einem Sauberraum, der klimatisiert wird und nur über Schleusen betreten werden kann.

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Papierlose Montage mit flexiblen Arbeitsplätzen

Realisiert wurde eine Linienfertigung bei Kleinserien-Aufträgen mit integrierten Inseln für mechatronische und elektrische Arbeiten. Daneben gibt es Sonderarbeitsplätze für Bestellungen mit Losgröße eins. Neu ist unter anderem der Verzicht auf feste Arbeitsplätze und auf Montagezeichnungen aus Papier. Alle benötigten Informationen können an den Touchscreens der Arbeitsplätze aufgerufen werden. Am Ende der Montage werden alle Antriebseinheiten auf Herz und Nieren geprüft.

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