Aufgemerkt!

Schleifen sollte als System verstanden werden

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In der Schleifmaschine messen, statt Nachbearbeiten

In modernen Schleifmaschinen spielt außerdem die Messtechnik eine entscheidende Rolle, wenn es um die Sicherstellung der Werkstückqualität geht. Renishaw zum Beispiel ermöglicht mit Messtastern die geometrische Rückführung von Daten für den Qualitätsregelkreis. „Mit unseren Messtastern werden Position, Orientierung und Zustand der Werkstücke erfasst. Die Bestimmung des tatsächlichen Materialaufmaßes vermeidet dabei unproduktive ‚Luftschnitte‘ sicher“, erklärt Dr. Jan Linnenbürger, Business Development Manager EMEA bei Renishaw. Die Endkontrolle lässt sich ebenfalls direkt im Arbeitsraum der Maschine durchführen, wie er anmerkt. Damit könnten Anwender – auch bei schwankenden Prozessparametern – eine hohe Prozessfähigkeit erreichen. Durch die Integration der geometrischen Messung in die Schleifmaschine werden folglich Prozesssicherheit und Effizienz deutlich erhöht.

Renishaw holt die letzten Mikrometer aus der Schleifmaschine

Ein besonderes Merkmal der Renishaw-Technologie sei ihre außergewöhnliche Genauigkeit bei 3D-Messungen. „Renishaw ist dafür bekannt, eine Wiederholgenauigkeit von unter 0,25 Mikrometer zu erreichen“, betont Linnenbürger. Aufgrund des robusten und besonders kompakten Aufbaus erfüllten die Messtaster die hohen Anforderungen, die der eine Schleifmaschine an sie richte. Vor allem dort, wo der Platz im Maschinenraum begrenzt ist, bietet man motorisierte Messarme, um alle Messstellen erreichen zu können. Darüber hinaus umfasst das Portfolio auch hochpräzise, gekapselte Wegmesssysteme, die speziell auf Schleifmaschinen zugeschnitten sind. Damit, betont Renishaw, holt man auch die letzten Mikrometer an Genauigkeit heraus.

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Rotorvorbearbeitung ohne nachträgliches Fräsen

Und nach einer mehrjährigen Entwicklungsphase stehen erstmals neuartige und spezifizierte CBN Schrupp- und Schlichtschleifscheiben für die Rotorbearbeitung zur Verfügung (CBN heißt zu Deutsch kubisches Bornitrid). Die Werkzeuge wurden gezielt für die Bearbeitung von Gussrotoren entwickelt und ergänzen nun das CBN-Portfolio der Kapp-Niles-Unternehmensgruppe aus Coburg. Beim Schruppen etwa, arbeitet das neu eingesetzte Schleifkorn deutlich kühler, was durch optimierte Kühlmittelversorgung und größere Spanräume erreicht wird. In industriellen Anwendungen konnte zusätzlich das Zeitspanvolumen vervielfacht werden. In Kombination mit dem geringeren Wärmeeintrag kann die Schleifzeit im Idealfall um 30 Prozent reduziert werden. So bietet sich die Möglichkeit, hohe Aufmaße (etwa vorgegossene Rotoren mit zwei bis vier Millimeter Profilaufmaß) dennoch wirtschaftlich zu bearbeiten. Eine Vorbearbeitung der Rotorprofile ist also nicht mehr nötig und der Fräsprozess kann ausgelassen werden. Und für das Schlichten kommt wiederum ein optimiertes CBN-Korn zur Anwendung, das speziell für die Gussbearbeitung eingesetzt wird. Das steigert die Standzeit bei gleichbleibender Bearbeitungsqualität. Diese optimierten CBN Schleifscheiben sind einzeln einsetzbar, oder als Performance-Paket kombinierbar. Sie steigern, wie es heißt, das Potenzial der sogenannten RX-Maschinen von Kapp deutlich, wenn es um die Serienfertigung von Rotoren aus Gussmaterial geht.

Die Zuverlässigkeit von Schleifwerkzeugen ist neu definiert

Auch Aussteller aus dem Ausland sind natürlich in Stuttgart auf der Grindinghub mit von der Partie.Ceratizit beispielsweise präsentiert sich mit der Business Unit Rods & Preforms sowie mit der kompletten Division Private Label. Damit rückt man das Portfolio für Werkzeughersteller in den Mittelpunkt. „Auf der Grindinghub zeigen wir getreu dem Leitmotiv ‚Reliability Redefined‘ unsere vollständig integrierte Wertschöpfung, was vom Pulver bis zum fertigen Halbzeug reicht“, so Michael Knittl, Head of Sales and PM bei Ceratizit. Vor allem in Zeiten, in denen die Verfügbarkeit von Rohstoffen an erster Stelle steht, sichert Ceratizit damit ein Höchstmaß an Versorgung bei gleichzeitiger Premiumqualität, wie man betont.

Weitere Highlights von Ceratizit zur Grindinghub

Dazu gehören in diesem Jahr unter anderem die Erweiterungen im Ultrafein-Portfolio von Ceratizit – zum Beispiel für das Fräsen mit Vollhartmetall-Werkzeugen (VHM), sowie neue Ausführungen von Fräsrohlingen für die Mikrobearbeitung, mit bis zu sieben Kühlkanälen. „Das optimiert die Fräsleistung, aufgrund gezielterer Kühlung in der Eingriffszone und erhöht die Standzeit, was selbstverständlich bei voller Stabilität des Schafts und des fertig geschliffenen Werkzeugs klappt“, ergänzt Knittl. Auch hat Ceratizit bereits seit einiger Zeit Hartmetallsubstrate im Programm, deren wiederaufbereitetes Wolframkarbidpulver den geschlossendsten Materialkreislauf in seiner Kategorie aufweist! Denn satte 99 Prozent des Pulvers sind mit metallurgischen Technologien und 100 Prozent erneuerbarer Energie wiederaufbereitet. Diese Entwicklung stehe nicht still.

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