Exklusiv-Interview Grundlagen der numerischen Simulation von Fertigungsprozessen

Redakteur: Dipl.-Ing. Annedore Bose-Munde

MM sprach zum Spezialtag „Grundlagen der numerischen Simulation von Fertigungsprozessen“ im Vorfeld des Jahrestreffens der Kaltmassivumformer mit den Leitern Robert Laue, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse (IWP) der Technische Universität Chemnitz, und Dr.-Ing. Sebastian Härtel, Forschungsbereichsleiter Alternative Fertigungstechnologien am IWP.

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Robert Laue, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse (IWP) der Technische Universität Chemnitz
Robert Laue, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse (IWP) der Technische Universität Chemnitz
(Bild: TU Chemnitz)

Was erwartet die Teilnehmer des Spezialtages?

Aufgrund der zunehmenden Variantenvielfalt von Produkten steigt der Stellenwert der virtuellen Produktentwicklung, um Produkte effizient und kostengünstig herstellen zu können. Diesbezüglich werden den Teilnehmern die Methoden und Hilfsmittel der Phasen der virtuellen Produktentwicklung dargestellt. Außerdem werden die wesentlichen Einflussgrößen erklärt, um realitätsnahe Prozesssimulationen durchführen und bewerten zu können.

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Welche industriellen Anwendungen werden dargestellt?

Der Spezialtag ist branchenübergreifend im Bereich Fertigungstechnik ausgelegt. Im Mittelpunkt steht besonders die Abbildung von Kalt- und Warmumformprozessen der Massivumformung.

Welche Einsparpotenziale und Optimierungen sind auf der Basis dieses Wissens möglich?

Durch die Anwendung der virtuellen Produktentwicklung ist es möglich, die Anzahl an Vorversuchen beziehungsweise Try-Outs deutlich zu reduzieren. Weiterhin bietet die numerische Prozessanalyse die Möglichkeit ein tieferes Prozessverständnis zu generieren, beispielsweise durch die Auswertung von messtechnisch schwer oder nicht erfassbaren Prozessgrößen, wie zum Beispiel Spannungen. Demzufolge können zum einen Fehler bereits im Entwicklungsprozess erkannt werden (Ausschussminimierung) und zum anderen wird das vorhandene Optimierungspotential frühzeitig sichtbar.

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