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3D-Kunststoffdruck Günstiger 3D-Drucker für karbonfaserverstärktes Nylon 12

| Redakteur: Simone Käfer

Stratasys bietet ein kostengünstiges additives Fertigungssystem für karbonfaserverstärktes Nylon 12 an.

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Der Fortus 380 MC CFE von Stratasys druckt karbonfaserverstärktes Nylon12.
Der Fortus 380 MC CFE von Stratasys druckt karbonfaserverstärktes Nylon12.
(Bild: Stratasys)

Der Fortus 380 MC Carbon Fiber Edition (CFE) von Stratasys ist ein industrieller 3D-Drucker zu einem Startpreis von 70.000 Euro in der EMEA-Region. Der verhältnismäßig günstige Preis rührt daher, dass der Drucker außer für das Nylon nur noch für ASA-Thermoplasten geeignet ist, erklärt Stratasys.

Das Nylon-12-CF von Stratasys hat eine vier mal höhere Zugfestigkeit in X/Y-Richtung als konkurrierende Anbieter und behält seine mechanischen Eigenschaften bei einer 40 % höheren Temperatur, meldet der Hersteller. Ähnlich wie ein typisches Spritzgussteil aus karbonfaserverstärktem Kunststoff, besteht Nylon 12 CF zu 35 % seines Gewichts aus Karbonfaser und bietet die höchste Biegefestigkeit und Steifigkeit aller FDM- oder FFF-3D-Druck-Bauteile, erklärt das Unternehmen.

Die Fortus 380 MC CFE fertigt Bauteile in einer Schichtstärke von 0,254 mm mit Nylon 12. Bei den ASA-Thermoplasten sind Schichtstärken von 0,254 oder 0,127 mm möglich. Die Baukammer des 3D-Druckers misst 355 mm × 305 mm × 305 mm. Er ermöglicht die Entfernung von wasserlöslichem Stützmaterial und die Erstellung von filigranen und komplexen Geometrien. Ohne das lösliche Stützmaterial wäre dies nicht möglich, da die feinen Merkmale bei der Reinigung zerstört werden könnten, komplexe Geometrien möglicherweise zu arbeitsaufwendig sind oder sich das Stützmaterial nicht entfernen lässt. Die Fortus 380 MC CFE ist laut Herstellerangaben zwei- bis fünfmal schneller als andere 3D-Drucker auf Basis von Karbonfaser.

Bisher wurde das karbonfaserverstärkte Material nur für Produktionsmaschinen im High-End-Bereich von 200.000 bis 350.000 Euro angeboten. „Unsere Kunden drängen auf einen leichteren Zugang zu Karbonfasermaterialien“, sagt Pat Carey, Senior Vice President of Sales bei Stratasys. „Sie berichten uns, dass sie eine erschwingliche Lösung wünschen, allerdings in einem zuverlässigen, industriellen Qualitätssystem. Daher bieten wir nun ein System an, das leichter zugänglich ist und auf unserer Fortus 380 MC-Plattform basiert.“ Stratasys geht davon aus, dass Hersteller von Werkzeugen und Montagevorrichtungen sowie Unternehmen der Automobil- und Schiffsbranche, aus den Bereichen Freizeitsportausrüstung, Orthese und Prothesen, Verteidigung, Luft- und Raumfahrt, medizinische Geräte sowie Öl- und Gasindustrie, die Erstanwender des 3D-Druckers sein werden.

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