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Tungaloy Germany

Gut „gepolstert“ beim Drehen richtig durchstarten

| Redakteur: Peter Königsreuther

Einfach mal „dick auftragen“, meint Tungaloy, und münzt den Spruch dabei auf seinen besonderen Schneidstoff des Typs T9215, der mit einer vergleichsweise dicken CVD-Schicht und pfiffiger Oberflächenbehandlung ausgestattet, besonders einsatzfähig beim Drehen von Stahl sei. Zu sehen auch auf der AMB in Halle 1 am Stand B46.

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Der Tungaloy-Schneidstoff T9215 bringt, wie es heißt, die besten Voraussetzungen mit, um ein beliebter Allrounder für die Stahlzerspanung zu werden.
Der Tungaloy-Schneidstoff T9215 bringt, wie es heißt, die besten Voraussetzungen mit, um ein beliebter Allrounder für die Stahlzerspanung zu werden.
(Bild: Tungaloy)

Beim Drehen ist Verschleiß einer der wesentlichen Marker für Überleben oder Versagen eines Schneidstoffs, sagt Tungaloy. „Unsere neue Methode schafft es, eine äußerst dicke Al2O3-Beschichtung zu generieren, die dem Verschleiß erfolgreich trotzt“, erläutert Stefan Busic, Produktmanager Drehen bei der Tungaloy Germany GmbH aus Monheim. Tungaloy nennt das so entstandene neue Produkt T9215. Es biete außer einer vergleichsweise langen Lebensdauer ein Mehr an Produktivität.

Rissbeständiges Schichtwerk lässt Werkzeuge länger leben

Das Erfolgsrezept von T9215 ist laut Busic, im wahrsten Sinne des Wortes „viel-schichtig“: Die Basis bilde ein neues Hartmetallsubstrat, das speziell für P15-Sorten entwickelt sei. „Das Substrat bringt von Haus aus schon einen besonders hohen Verschleiß- und Bruchwiderstand mit. Als Bindeglied zur dicken, wie gesagt, im CVD-Verfahren aufgetragenen Aluminiumoxidschicht kommt noch eine MT-TiCN-Zwischenlage, die als Puffer dient, ins Spiel“, präzisiert der Tungaloy-Experte. Über der Al2O3-Dickschicht befinde sich eine weitere Titan- sowie die äußerste Hartschicht, die dann dem Freiflächenverschleiß trotze. Erreicht werde das alles unter anderem durch die spezielle Oberflächenbehandlung namens „New Premiumtec“, bei der es sich um eine Weiterentwicklung des existierenden Premiumtec-Verfahrens handelt, wie es heißt. Kommt es im Einsatz der Werkzeuge zu einem Riss in der Beschichtung, leitet das unweigerlich das Ende des Bearbeitungsprozesses ein, so Tungaloy. „Wir setzen deshalb bei der neuen T9215 auf stabile Beziehungen. Dabei ist die äußerste Hartschicht rund 1,5-mal härter als beim Vorgänger und unterdrückt wirkungsvoller die Neigung zur Rissbildung. So verhindert sie den Werkzeugbruch. Verlängerte Standzeiten und eine stabiler Prozess sind das Ergebnis“, betont Busic.

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Einsatzreserven durch dickes Verschleißpolster

Beim Drehen von Stahl gehe es oft heiß her, so Busic. Für Schutz vor der Wärme sorge auch die besonders dicke, mehrlagige Al2O3-Schicht. Dicker beschichtet als alle bisherigen Tungaloy-Schneidstoffe, ist die Type T9215 deshalb gegen Hitze und Kolkverschleiß beständig, was nicht zuletzt bei der Hochgeschwindigkeitsbearbeitung wichtige Reserven lässt, wie Busic anmerkt.

Erhältlich mit unterschiedlichen Spanformstufen, etwa für die negativen und positiven Wendeschneidplatten, hat das Produkt T9215 auch das Potenzial zum Schlichten so wie zur mittleren Bearbeitung, heißt es weiter. Rhombisch, rund, quadratisch, dreieckig oder trigonal geformt: Mit dieser Geometrievielfalt gebe für eine große Bandbreite beim Drehen von Stahl das richtige Werkzeug. „Unser neuer Schneidstoff T9215 wird ein beliebter Allrounder für die Stahlzerspanung werden“, prognostiziert Busic. Dazu bringe er die besten Voraussetzungen in Form von höchstem Verschleiß- und Bruchwiderstand mit und scheue sich auch nicht vor dem HSC-Einsatz. Denn dafür hat T9215 stets die nötigen Reserven in der Hinterhand, die in der dicken Aluminiumoxidschicht und Tungaloys neuer „Premiumtec“-Veredlung zu suchen sind.

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