JEC Europe 2013 Hochdrapierbare Gelege vereinfachen die Preformfertigung

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Unter den Namen Drapfix und Draptex hat Gerster, Biberach an der Riss, zwei Biaxial-Gelege entwickelt, die sich weit über die bisher mögliche Geometrieänderung hinaus umformen lassen, wobei die Faserorientierung erhalten bleibt.

Firmen zum Thema

Die beiden hochdrapierbaren Gelege Drapfix und Draptex lassen sich ohne Zuschnitte umformen und unterstützen so eine wirtschaftliche Bauteilfertigung.
Die beiden hochdrapierbaren Gelege Drapfix und Draptex lassen sich ohne Zuschnitte umformen und unterstützen so eine wirtschaftliche Bauteilfertigung.
(Bild: Gerster)

Textiltechnisch sind dafür frei bewegliche Fasern verantwortlich. In der Fertigung erfolgt das Ausstreichen von Hand oder automatisiert mithilfe kleiner Rollen. Aktuell in Erprobung sind die beiden Gelege für thermoplastische Strukturbauteile.

Thermoplastische Gelege lassen sich einfach und automatisierbar umformen

Die einfache und automatisierbare Umformung in einem Schritt lässt sich gut mit den kurzen Zykluszeiten thermoplastischer Verarbeitungsprozesse kombinieren. So bieten sich zur Prozesskombination das klassische Spritzgießen, das In-situ-Spritzgießen und das Diaphragma-Verfahren an. Der österreichische Maschinenhersteller Engel hat dazu schon prozesstechnische Ansätze erarbeitet: als Kombination aus automatisiert hergestellten Preforms (Drapfix-Gelege) und In-situ-Spritzgießen.

Die beiden hochdrapierbaren Gelege lassen sich ohne Zuschnitte umformen und unterstützen so eine wirtschaftliche Bauteilfertigung. Komplexe Geometrien wie Eckwinkel oder tiefe Mulden sind in einem Schritt drapierbar. Gerade die rationelle Fertigung dieser Geometrien ist ein Fortschritt bei komplexen Formen.

(ID:38060170)