Fräsen

Hochgeschwindigkeitsfräsen etabliert sich in der Dentaltechnik

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Hinsichtlich des Vorschubs bei der Anfertigung von Zahnersatz ist darauf hinzuweisen, dass 10 m/min nicht überschritten werden sollten, weil besonders kleine und komplexe Geometrien mit verhältnismäßig feinen Werkzeugen umgesetzt werden. Die besondere Herausforderung liegt darin, dass extrem enge Kurven gefahren werden müssen. Die Leistungsfähigkeit und somit Produktivität der Bearbeitungszentren zeigt sich dabei daran, dass die programmierten Geschwindigkeiten erfahrungsgemäß gut gehalten werden können. Bei Bedarf können auch Maschinen mit einem Vorschub von bis zu 180 m/min zur Verfügung gestellt werden.

Wechsel zwischen Trocken- und Nassbearbeitung in wenigen Minuten

Hergestellt werden können neben Inlays und Onlays auch Kronen und Brücken, die teils vollanatomisch samt Kaufläche, teils in reduzierter Form konstruiert werden, um anschließend – in der Regel manuell – eine patientenindividuelle Keramikschicht aufgetragen zu bekommen. Es können Kronen und Brücken gefertigt werden, die entweder auf natürliche Zahnstümpfe oder auf Implantate, das heißt künstliche Zahnwurzeln, aufgesetzt werden. Auch die Fertigung der Implantate selbst sowie der für die Befestigung des Zahnersatzes erforderlichen Implantataufbauten ist möglich.

Zu den bearbeitbaren Materialien gehören sowohl Keramiken als auch Metalle sowie Kunststoffe. Der Wechsel zwischen der Trocken- und Nassbearbeitung für die verschiedenen Werkstoffarten erfolgt in wenigen Minuten. Die Voraussetzungen für die schnelle Umrüstbarkeit wurden durch Integration eines patentierten Tornado-Absaugverfahrens (Bild 2) sowie ein spezielles Entsorgesystem geschaffen. Speziell ist dieses insofern, als die Materialpaarungen der Zahntechnik – wie Cobalt-Chrom/Grünkeramik – nur äußerst selten auch in anderen Industriezweigen auftreten.

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