Am 15. August 2023 tritt Professor Holger Hanselka sein neues Amt als Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft an. Er wechselt aus der Position des Präsidenten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), die er seit Oktober 2013 innehatte.
Holger Hanselka leitet seit 2013 das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und hat dies zurück in die Riege der Exzellenzuniversitäten geführt. Jetzt tritt er als Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft an.
(Bild: Markus Jürgens/Fraunhofer)
Am 25. Mai wählte der Senat der Fraunhofer-Gesellschaft Holger Hanselka einstimmig zum Nachfolger von Prof. Dr. Reimund Neugebauer. „Holger Hanselka ist mit seiner Erfahrung, wissenschaftlichen Reputation sowie seiner zugewandten und anpackenden Art der Richtige, um die Fraunhofer-Gesellschaft in die Zukunft zu führen«, sagt Hildegard Müller, Vorsitzende des Senats der Fraunhofer-Gesellschaft. „Als Ingenieur, Unternehmensgründer und Hochschullehrer hat Holger Hanselka alle Facetten von Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung in seiner beruflichen Karriere in Führungspositionen durchlaufen und sich genau die Fähigkeiten erworben, die es an der Spitze von Fraunhofer jetzt braucht: Führungskraft, Dialogbereitschaft, Integrität und unternehmerisches Denken und Handeln.“
Der 1961 geborene Oldenburger Hanselka studierte allgemeinen Maschinenbau an der Technischen Universität Clausthal. 1988 ging er als wissenschaftlicher Mitarbeiter zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und spezialisierte sich dort auf die Themen Leichtbau und Faserverbundstoffe. Nach einer Professur an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg folgte er 2001 dem Ruf nach Darmstadt als Direktor des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit und Leiter des Fachgebiets „Systemzuverlässigkeit und Maschinenakustik“ an der TU Darmstadt. Von 2006 bis 2012 war Hanselka Mitglied des Präsidiums der Fraunhofer Gesellschaft und hatte das Amt des Vizepräsidenten der TU Darmstadt seit 2010 bis zu seinem Wechsel nach Karlsruhe inne.
Zusammen mit Partnern die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands stärken
„Der Abschied vom KIT fällt mir keineswegs leicht. Nach zehn Jahren intensiver gemeinsamer Arbeit bin ich dem KIT, seinen Beschäftigten und Studierenden eng verbunden. Wir haben gemeinsam sehr viel erreicht – dafür bin ich wirklich dankbar“, sagt der scheidende Präsident des KIT. Das KIT sei eine einzigartige Einrichtung und für die Zukunft sehr gut aufgestellt. „Dennoch freue ich mich nun auch sehr auf ganz neue Aufgaben und spannende Herausforderungen“, so Hanselka.
Holger Hanselka tritt an, die Mission der Fraunhofer-Gesellschaft zur Stärkung der Wirtschaft und der Mitgestaltung einer lebenswerten Zukunft weiter voranzutreiben. „Gemeinsam mit den über 30.000 Expertinnen und Experten bei Fraunhofer werde ich mich dafür einsetzen, nachhaltige Lösungen für die drängenden Themen unserer Zeit zu entwickeln. In einer Welt stetigen Wandels und täglich neuer Herausforderungen sind es gerade Wissenschaft und Forschung, die der Menschheit im Kampf gegen den Klimawandel, bei Sorgen um den Umgang mit künstlicher Intelligenz und Digitalisierung und den Fragen nach der Ernährung oder auch der Mobilität der Zukunft Hoffnung geben können“, so Hanselka. Er verwies darauf, dass es die vordringlichste Aufgabe Fraunhofers sei, in enger Zusammenarbeit mit den Partnern aus Bund und Ländern, der Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft die Anwendung von neuen Technologien weiter zu beschleunigen und so die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit Deutschlands und Europas zu stärken.
Unter Hanselka wurde das KIT zur „Exzellenzuniversität“
Seit Oktober 2012 hatte sich Holger Hanselka als Präsident des KIT und Vizepräsident für den Forschungsbereich Energie der Helmholtz-Gemeinschaft insbesondere dafür eingesetzt, das KIT strategisch klar auszurichten und weiter zu einer Einheit zu formen. Die von Hanselka und seinen Kolleginnen und Kollegen im Präsidium entwickelte Dachstrategie KIT 2025 war unter anderem Grundlage für wichtige Erfolge in der Spitzenforschung: So gewann das KIT im Jahr 2019 den Titel „Exzellenzuniversität“ zurück und ist mit großen Zukunftsthemen auch in der programmorientierten Förderung der Helmholtz-Gemeinschaft sehr gut aufgestellt.
Stand: 08.12.2025
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Aufgrund des Weggangs von Hanselka hat der Aufsichtsrat des KIT bereits eine Findungskommission eingesetzt, um die Position neu zu besetzen. „Die Wahl des Präsidiums ist eine der wichtigsten Aufgaben des Aufsichtsrates und wir werden uns dieser deshalb in den kommenden Wochen und Monaten intensiv widmen“, so der Vorsitzende des Aufsichtsrats des KIT, Professor Michael Kaschke. „In der Übergangszeit liegt die Leitung des KIT bei Professor Oliver Kraft, Vizepräsident Forschung des KIT, und damit in erfahrenen Händen. Holger Hanselka danken wir sehr für sein außerordentliches Engagement in den zurückliegenden zehn Jahren und wünschen ihm viel Erfolg bei seinen neuen Aufgaben.“