Nächste Krisenreaktion Bosch streicht nun auch 750 Stellen in Abstatt

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Wie die dpa jetzt erfahren hat, will der angeschlagene Bosch-Konzern in Abstatt im Kreis Heilbronn rund 750 Jobs wegfallen lassen ...

Die nächsten müssen demnächst gehen! Bosch muss wieder den Rotstift in die Hand nehmen, um aufgrund der mauen Geschäftsentwicklung Stellen zu streichen. Jetzt ist der Standort Abstatt bei Heilbronn betroffen ...(Bild:  Bosch)
Die nächsten müssen demnächst gehen! Bosch muss wieder den Rotstift in die Hand nehmen, um aufgrund der mauen Geschäftsentwicklung Stellen zu streichen. Jetzt ist der Standort Abstatt bei Heilbronn betroffen ...
(Bild: Bosch)

Die Streichung der 750 Arbeitsplätze in Abstatt soll laut Bosch bis Ende 2029 vollzogen werden und möglichst sozialverträglich ablaufen. Zuerst hatte das Handelsblatt berichtet. Die Gründe für diesen weiteren Stellenabbau bei Bosch sind die anhaltend schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen und der tiefgreifende Strukturwandel der Automobilindustrie. Zugleich wächst der Wettbewerbsdruck bei Kosten, Geschwindigkeit und Produktivität – insbesondere durch asiatische Anbieter. Vor allem die Mobilitätssparte von Bosch ist innerhalb des Technologiekonzerns vom Arbeitsplatzabbau in Deutschland betroffen. Nach Angaben einer Bosch-Sprecherin sollen in diesem Sektor in unterschiedlichen Zeiträumen bisher über 23.000 Jobs wegfallen. Insgesamt arbeiten bei Bosch in Abstatt etwa 5.300 Personen.

In Abstatt braucht es laut Bosch weniger Kapazitäten

Der Geschäftsbereich Vehicle Motion entwickelt und vertreibt dort Bremssysteme, Fahrzeugbewegungs-Software, Insassenschutzsysteme sowie Fahrzeugsensorik, wie man erfährt. Der Geschäftsbereich Cross Domain Computing Solutions – der Fahrzeugelektronik, Sensoren und Software aus einer Hand entwickelt – und die Tochtergesellschaft Bosch Engineering GmbH sind von dem Personalabbau übrigens nicht betroffen. Im Zuge der Transformation im Automarkt verändere sich aber auch das Portfolio im Bremsenbereich seit einigen Jahren deutlich. Die Nachfrage nach kosteneffizienten Produkten steige dabei stark. Moderne, integrierte Bremssysteme unterliegen einem deutlich stärkeren Preiswettbewerb und neue asiatische Anbieter eroberten mit günstigeren Systemen immer mehr Terrain in Europa. Und neuartige Bremssysteme (Brake by Wire), würden meist zuerst mit chinesischen Kunden eingeführt und gemeinsam mit dem lokalen Bosch-Standort entwickelt. Das führe dazu, dass in Abstatt weniger Kapazitäten nötig seien.

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