Zeitenwandel

Holistischer Maschinenbau stärkt die Kreislaufwirtschaft

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Modulare Systeme erleichtern den Teileaustausch

Um eine zu starke Abnutzung der Maschinen zu verhindern, sollte präventiv vorgegangen werden, denn Vorsorge ist schließlich besser als Nachsorge. Pflegen Unternehmen ihre Produktionstechnik von Anfang an gut, indem sie regelmäßige Wartungen durchführen und defekte Bauteile schnell austauschen, kommt es ja gar nicht erst zu einem vorzeitigen Verschleiß der Maschinen. Problematisch ist, dass es zahlreiche Maschinen gibt, bei denen ein Austausch defekter Teile aber konstruktionsbedingt gar nicht möglich ist, weil sie beispielsweise gar kein Zugang zum defekten Teil besteht. Maschinenhersteller müssen deshalb bereits bei der Konzeption der Maschinen an mögliche Nachrüstungen und den Aus- und Einbau von Ersatzteilen denken. Ein Unternehmen, das diesen Ansatz verfolgt, ist Deguma aus Geisa in Thüringen. Daniela Dingfelder, operative Geschäftsführerin bei Deguma, erklärt: „Unsere Walzwerke sind so konstruiert, dass der Austausch von Teilen schon mitgedacht wird. Mit unserem modularen System können einzelne Teile verhältnismäßig leicht und schnell ausgewechselt werden. So ist sichergestellt, dass nicht gleich die komplette Maschine ausgetauscht werden muss.“ Man stelle sich bloß vor, man müsse jedes Mal den ganzen Kaffeevollautomaten austauschen, wenn dieser eigentlich nur eine neue Brühgruppe brauche. Das wäre sehr unwirtschaftlich. So verhält es sich auch mit großen Produktionsmaschinen. Daher ist es im Fallbeispiel der Kaffeemaschine selbstverständlich möglich, Einzelteile ohne großen Aufwand auszuwechseln. „Nach dem gleichen Prinzip spart unser Maschinenaufbau Ressourcen, Kosten und Zeit, weil sich die Komponenten unserer Walzwerke unkompliziert austauschen lassen. Darüber hinaus erleichtert der modulare Aufbau den Wartungsprozess erheblich und verlängert so die Lebensdauer der Maschinen“, wie Dingfelder erklärt.

Retrofit-Expertise für Kunststoff verarbeitende Maschinen

Deguma ist zwar Spezialist für den Bau neuer Maschinen, aber auch die Modernisierung gebrauchter Maschinen aller europäischen Hersteller ist bereits seit über 30 Jahren das Kerngeschäft. Deguma verfolgt bei seinen Produkten und Dienstleistungen einen nachhaltigen Ansatz, den es auch seinen Kunden vermittelt. Maschinen, die bereits viele Jahre im Einsatz sind, überholt und modernisiert der Walzwerkexperte. Auch Maschinen anderer europäischer Hersteller und aus anderen Produktionsschritten, wie zum Beispiel Pressen oder Extruder, gehören dazu. Energieeffiziente Torque-Motoren verlängern etwa die Lebensdauer der Maschinen nach der Modernisierung um bis zu 40 Jahre. Der Wartungsaufwand wird außerdem um bis zu 20 Prozent reduziert. Für die Kunden von Deguma ist es aufgrund dieses Konzepts viel einfacher, ihre Maschinen kontinuierlich auf dem neuesten Stand zu halten. Die Lebensdauer der Maschinen verlängert sich stark, die Produktion erfolgt ressourceneffizienter und das Unternehmen leistet einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Gleichzeitig bietet diese Strategie den Anwendern die Möglichkeit, weitere Optimierungspotenziale in ihren eigenen Prozessen zu entdecken und mögliche neue Produkte zu entwickeln.

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Wirtschaftlich bleiben und dennoch die Klimaziele erreichen

Im Rahmen des Überholungskonzeptes ist eine Energiekosteneinsparung von bis zu 30 Prozent möglich. Mit diesem Modernisierungsansatz hat Deguma eine Möglichkeit entwickelt, die den CO2-Fußabdruck der Kunden und Endverbraucher signifikant reduziert. Dabei werden Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit im Rahmen eines holistischen Maschinenbaus kombiniert, was ganz nach dem Motto „Reduce, reuse, recycle“ stattfindet. Dingfelder resümiert: „Nachhaltigkeit in allen Bereichen des Lebens und der Industrie umzusetzen, steht im Fokus der Gesellschaft. Wir denken, wir sollten im Maschinenbau schon damit beginnen. Es ist uns ein großes Anliegen, auch in unserem Unternehmen möglichst ressourcenschonend zu arbeiten. Wenn das dann gleich noch wirtschaftlich ist, spricht nichts dagegen.“ Deguma sieht sich mit dieser Denkweise nicht zuletzt als Vorreiter für eine insgesamt umweltfreundlichere Industrie und als Enabler für eine geschlossene Kreislaufwirtschaft im Maschinenbau. Im Rahmen des Programms des European Green Deal der Europäischen Kommission wird unter anderem genau dieses Ziel verfolgt. In Europa sollen demnach bis 2050 die CO2-Emissionen vollumfänglich mithilfe verschiedener Maßnahmen gesenkt werden. „Wer als Unternehmer noch nicht damit angefangen hat, sollte also spätestens jetzt starten, seine Produktion auf klimaneutral umzustellen – und das beginnt eben schon beim Kauf einer neuen oder überholten Maschine“, empfiehlt die Deguma-Entscheiderin. Deguma steht jederzeit parat, ein Überholungs- und Modernisierungsangebot zu unterbreiten.

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