Dennoch gerüstet! Lieber Kampf statt Nullrunde, sagt die IG Metall ...

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Trotz eines erneuten Rückgangs ihrer Mitgliederzahl gibt sich die IG Metall für die anstehenden Tarifverhandlungen kampfbereit ...

Druck aufbauen! Angesichts der für den Herbst anstehenden Tarifrunde im Metall- und Elektrobereich, sieht sich die IG Metall außer Stande, eine Nullrunde für die Beschäftigten zu akzeptieren ...(Bild:  IG Metall)
Druck aufbauen! Angesichts der für den Herbst anstehenden Tarifrunde im Metall- und Elektrobereich, sieht sich die IG Metall außer Stande, eine Nullrunde für die Beschäftigten zu akzeptieren ...
(Bild: IG Metall)

Eine Nullrunde oder pauschale Eingriffe in die Entgelte lehnt IG-Metall-Tarifvorständin Nadine Boguslawski für die Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie im Herbst (rund 3,8 Millionen Beschäftigte) ab. Die Unternehmen müssten sich mit dem Tarifvertrag zu Innovationen, Investitionen und Qualifizierung bekennen. „Wir scheuen keinen Konflikt bei Unternehmensstrategien, die erst Gewinne machen und dann auf Tarifflucht und Verlagerungen ins Ausland setzen“, machte Boguslawski dabei klar. Die Beschäftigten sind ihrer Meinung nach frustriert, wenn ihnen in der politischen Debatte vorgeworfen wird, dass sie zu faul und zu krank sind, so ein weiterer Kommentar mit Blick auf Diskussionen um Teilzeit oder Krankenstand. In den Betrieben herrsche deshalb eine echt schwierige Stimmung und eine hohe Konfliktbereitschaft. Die IG-Metall-Chefin fordert die Arbeitgeber darum auf, gemeinsam mit den Beschäftigten die De-Industrialisierung des Landes zu stoppen. Dazu stellte sie eine Initiative mit dem Titel „Arbeit und Aufschwung“ vor. Es brauche demnach ein klares Bekenntnis gegen Verlagerungen, Standortschließungen und Kündigungen. Die Gewerkschaft und ihre Betriebsräte nebst Beschäftigten hätten auch bereits geliefert. Und auch die Politik bewege sich. Nun seien aber mal die Arbeitgeber am Zug, an den richtigen Stellen zu investieren, um die Wertschöpfung in Europa zu halten.

IG Metall positioniert sich von geschwächter Position aus

Mit großer Sorge sehe man etwa Entwicklungen in der Autoindustrie, Forschung und Entwicklung nach Asien zu verlagern. Auf der anderen Seite gebe es stabile Industrien im Wandel und vielversprechende Zukunftsfelder. Dazu gehören ihrer Meinung nach Produkte für die Mobilitäts- und Energiewende, für die Luft- und Raumfahrt, für künstliche Intelligenz (KI) und für das Quantencomputing. Neu hinzu kommen bekanntlich Verteidigung und Sicherheit. Auch die Medizintechnik sowie die Robotik bieten Chancen. Die IG Metall agiert in der wirtschaftlichen Krise aber auch aus einer geschwächten Position heraus. Denn 2025 hat Deutschlands größte Gewerkschaft das siebte Jahr in Folge Mitglieder verloren. Zum Jahreswechsel zählte die Organisation noch 2.015.495 Personen, was etwa 3,9 Prozent weniger waren als ein Jahr zuvor. Im letzten Jahr wurden gut 93.000 Menschen neu aufgenommen, was aber so wenig war, wie seit dem Corona-Jahr 2021 nicht mehr. Den Streikkassen mache das aber wenig aus.

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