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Der Haas-Geschäftsführer konkretisiert: „Besonderheiten der Haas-Schleifmaschinen sind beispielsweise automatische Abrichtzyklen der Schleifscheibe, die keine Unterbrechung des Schleifprozesses mehr notwendig machen, das automatische Verstellen der Kühlmitteldüsen oder die Fünf-Achs-Simultanbearbeitung, die an die CNC-Geschwindigkeit hohe Anforderungen stellt. Dafür setzen wir als sehr gut geeignete Komponente die Siemens-Steuerung 840 D SL ein.“
Maschinen für Zirkoniumoxid, Kobalt-Chrom, Titan, Glaskeramik oder Polymethylmethacrylat
Ganz auf die Belange der Dentaltechnik ausgerichtet hat die Wissner Gesellschaft für Maschinenbau mbH in Göttingen die Bearbeitungszentren der Baureihe Gamma 202 in vier- und fünfachsiger Ausführung. „Mittlerweile habe wir über 100 Maschinen ausgeliefert“, freut sich geschäftsführender Gesellschafter Rolf Wissner.
Materialien wie Zirkoniumoxid, Kobalt-Chrom, Titan, Glaskeramik oder Polymethylmethacrylat (PMMA), die mittlerweile in aller Munde sind, können auf den Maschinen bearbeitet werden. „Seit Kurzem ist auch das Schleifen von Glaskeramik und das Fräsen von Gipsmodellen möglich“, ergänzt Wissner. Für die Schleifbearbeitung der Glaskeramik wurde eine besondere Spannaufnahme mit sechs Steckplätzen für die kleinen Glaskeramikblöcke entwickelt.
Höchste Präzision für die Zahnimplantat-Fertigung äußerst wichtig
In Deutschland werden jährlich über 900000 Zahnimplantate in menschliche Kieferknochen eingepflanzt. Mehr als ein Fünftel davon produziert nach eigenen Angaben die Altatec GmbH in Wimsheim. Mehr als 50 Arbeits-, Reinigungs- und Prüfschritte sind notwendig, bevor ein Implantat ausgeliefert wird.
„Höchste Präzision bei Bearbeitung, Kontrolle und Dokumentation ist in unserer Branche von zentraler Wichtigkeit“, weiß Hans Guwak, technischer Leiter bei Altatec. Über 50 Langdrehautomaten und zwei Komplett-Bearbeitungszentren übernehmen die mechanische Bearbeitung der Implantate, beispielsweise das Feindrehen, Fräsen, Tiefbohren und Konturfräsen.
Titanbearbeitung steht bei Zahnimplantaten im Vordergrund
Bearbeitet werden zu 80% Titan und Titanlegierungen. Toleranzen von 0,01 mm sind die Regel. „Mit einem angepassten Schneidöl der Oest-Meba-Produktreihe erreichen wir lange Werkzeugstandzeiten und optimale Oberflächengüten“, weist Guwak auf die Bedeutung des Kühlschmierstoffes hin.
Damit die dritten Beißer den Originalen in Funktion und Ästhetik so nahe wie möglich kommen, werden höchste Anforderungen an die Formen gestellt. „Um die Kunststoffzähne natürlich wirken zu lassen, muss eine Lichtspiegelung am Zahn sein, deshalb ist die Form so gefertigt, dass die Oberfläche der Kunststoffzähne zwar glatt, aber nicht spiegelglatt ist“, erläutert Hans Jürgen Bessler, Formenbauer der Heraeus Kulzer GmbH in Wasserburg. Der Dentalhersteller produziert in Deutschland jährlich über 16 Mio. Zähne für die Zahnprothetik.
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