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Die Qualität und Passgenauigkeit der Kunststoffzähne beginnen bereits im Formenbau und bei der Simulation von Kaubewegungen im „virtuellen Artikulator“. Beim Scannen vom Gipsmodell bis zur Umsetzung in die Form werden aufwendige CAD/CAM-Verfahren angewandt.
Durch gespiegeltes Digitalisieren gelingt es, vollkommen pärchengleiche Zähne herzustellen. Rohmaterial, Pigmente, Schichtung und Produktion, bei der doch noch viel Handarbeit anfällt, ergeben schließlich einen künstlichen Zahn, der in Funktion und Ästhetik der Optik des natürlichen Vorbildes ziemlich nahekommt.
Zahnimplantate trotz Hartbearbeitung in weniger als 30 min herstellen
Als Ausgangsmaterial für Zahnersatz wird mittlerweile auch die Spezialkeramik Zirkonoxid eingesetzt. „Genau dort können unsere Ultrasonic 10 und 20 linear per Ultraschallunterstützung ihre Stärken ausspielen“, betont Alexander Wolff, Vertriebsprofi der Sauer GmbH in Stipshausen.
Das bezieht sich nicht nur auf die Pass- und Oberflächengenauigkeit, sondern auch auf die Möglichkeit, individuelle Zahnimplantate meist in einer, maximal in zwei Aufspannungen im harten, gesinterten Zustand zu bearbeiten, wie Wolff erläutert: „Zahnimplantate trotz Hartbearbeitung je nach Geometrie und Verbindungsart wirtschaftlich in weniger als 30 min hergestellt werden.“
Gewinde für Zahnimplantate und Knochenschrauben schwer herzustellen
„Eine besondere Herausforderung bei der Herstellung von Zahnimplantaten und Knochenschrauben sind die Gewinde“, weiß Otto Dieterle, Geschäftsführer der Otto Dieterle Spezialwerkzeuge GmbH in Rottweil. Er erläutert: „Das Gewinde für die Knochenschrauben wird in allen Größen gewirbelt. Das rotierende mehrschneidige Werkzeug ist mit profilgeschliffenen Hartmetallwendeplatten bestückt. In den meisten Fällen wird das Gewindeprofil der Knochenschrauben ohne eine weitere Drehbearbeitung auf die Titanstange gewirbelt.“
Der Kopf der Knochenschrauben hat in der Regel ein konkaves Torxprofil, das von der Präzision her für den Operateur von allergrößter Wichtigkeit ist. Aus diesem Grunde werden auch die Torxprofile der Knochenschrauben mit höchster Präzision gefertigt.
Sehr kleine Gewindewirbelwerkzeuge für Zahnimplantate benötigt
Zahnimplantate haben immer auch ein sehr kleines Innengewinde. „Das Herstellen dieser Gewinde mit Gewindebohrer ist in Titan so gut wie unmöglich“, so Dieterle. Es werden auch hier sehr kleine, schnelllaufende Gewindewirbelwerkzeuge verwendet.
Diese Wirbelwerkzeuge sind ein- oder mehrzahnige Kleinstfräswerkzeuge und entsprechen im Zahnprofil dem zu fertigenden Innengewinde. Alle Werkzeuge sind mehrschneidig (drei bis vier Schneiden). Diese Werkzeuge arbeiten häufig mit Drehzahlen von 40000 bis 50000 min—1.
Verwendet wird für alle Werkzeuge ein spezielles, sehr feinkörniges Hartmetall. In Bezug auf eine Beschichtung gehen manche Hersteller unterschiedliche Wege. Teilweise werden auch unbeschichtete Hartmetallwerkzeuge verwendet.
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