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Rapid.Tech + Fabcon 3.D In Jahr 14 kam Chuck Hull nach Erfurt

| Autor: Simone Käfer

Klein aber fein ist die Kombination aus zwei Messen und Kongressen. Bereits seit 14 Jahren findet die Veranstaltung für Additive Fertigung in Erfurt statt – dieses Jahr zum ersten Mal mit dem Vater des 3D-Druck.

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Charles „Chuck“ Hull eröffnete am ersten Tag den Kongress. Er gilt als Erfinder des 3D-Drucks und ist Mitgründer von 3D Systems.
Charles „Chuck“ Hull eröffnete am ersten Tag den Kongress. Er gilt als Erfinder des 3D-Drucks und ist Mitgründer von 3D Systems.
(Bild: Christian Seeling/Messe Erfurt)

Die Eröffnungsrede der 14. Rapid.Tech + Fabcon 3.D am 20. 6. 2017 war gut besucht. Kein Wunder, sprach doch der Vater des 3D-Drucks selbst: Charles Hull, der bereits 1983 ein dreidimensionales Gebilde druckte, setzte eine Revolution in Gang, die erst jetzt langsam durchbricht. So lautet denn auch seine Erkenntnis: Entwicklungen müssen bahnbrechend sein und brauchen meist eine lange Zeit, um sich durchzusetzen.

Die Rapid.Tech + Fabcon 3.D an sich meldet neue Rekordwerte. 207 Aussteller aus 13 Ländern waren anwesend, also eine Steigerung um 20 % zum Vorjahr. Erstmals übertrafen die Aussteller die 200er-Marke. Bereits im Vorfeld sicherten sich außerdem über 2000 Besucher ihre Tickets – auch das ist ein neuer Spitzenwert. Anwesend waren dann an allen drei Messe- und Kongresstagen sogar 4800 Besucher. Das Willkommen von Messechef Michael Kynast in der „Hauptstadt des 3D-Drucks“ kam deshalb nicht von ungefähr. Für die Fachwelt sei Erfurt das Familientreffen, jeder komme gern zu diesem Ereignis, bestätigte Michael Eichmann, Vorsitzender des Fachbeirats. Das unterstreicht auch ein Aussteller: Jan-Peter Derrer von Renishaw ist schon lange mit dabei. Hier kennen sich alle, erzählt er. Für ihn ist die Rapid.Tech die Keimzelle der Additiven Fertigung.

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Die Gewinner der 3D Pioneers Challenge

Zum zweiten Mal wurde die 3D Pioneers Challenge ausgetragen. Aus den Einreichungen wählte eine mit internationalen Design­experten besetzte Jury 30 Finalisten aus. Sie bewarben sich um die insgesamt 15.000 Euro Preisgelder, die vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft ausgelobt wurden. Gewonnen haben:

  • Project T.O.S.T (Topological Optimized Skateboard Trucks) von Philipp Manger, Ernst-Abbe-Hochschule Jena;
  • Programmable textiles (textiles 3D-Druck-Verfahren) von Ronny Haberer und Patrick Bösch, Bauhaus-Universität Weimar;
  • RiG3D (Orthese) von Niklas Hamann, Bauhaus-Universität Weimar;
  • Mercuris Cervical Orthosis (erste 3D-gedruckte individuelle Halskrause) von Manuel Opitz, Jannis Breuninger, Clemens Rieth, Felix Gundlack, Juliane Weinzierl, Dr. med. Simon Weidert, Anja Fischer und Carolin Taubmann, Mercuris GmbH;
  • Concr3d (3D-Drucker für Baumaterialien) von Eric Geboers und Matteo Baldassari;
  • Print a drink 3D-Druckverfahren für Getränke und flüssige Lebensmittel) von Benjamin Greimel aus Österreich

Video: Concept Laser zeigt neuen 3D-Drucker

Während die Rapid.Tech auf industrielle Anwendungen fokussiert ist, diente die parallel stattfindende Fabcon 3.D mit der 3D Printing Conference der internationalen 3D-Druck-Community mit kreativen Startups, Szene-Größen und Hobbyisten als Treffpunkt. Erneut vergeben wurden in diesem Rahmen die Startup-Awards. Der 1. Preis 2017 ging an Urban Alps aus der Schweiz für den ersten 3D-gedruckten fälschungssicheren Schlüssel.

2018 findet die Rapid.Tech + Fabcon 3.D vom 5. bis 7. Juni 2018 statt.

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Über den Autor

 Simone Käfer

Simone Käfer

Redakteurin für Additive Fertigung und Werkstoffe, MM MaschinenMarkt